Radiologie

Vorbereitung für eine radiologische Untersuchung

Verfahren der diagnostischen Radiologie

Computertomographie (CT)

Die Computertomographie fertigt Schnittbilder des Körpers an.
In unserer Praxis kommt modernste und fortschrittlichste Technik zum Einsatz; mit unseren 2 ultraschnellen Mehrschicht-Computertomographen (MS-CT) GE Lightspeed16TM und GE Lightspeed Ultra können in 0.5 Sekunden 16 bzw. 8 extrem dünne (0.63 mm) Schichten angefertigt und weiterverarbeitet werden. Ein herkömmlicher CT kann dagegen nur eine einzige Schicht messen, die Schichtdicken liegen weit über einem Millimeter.

Eine MS-CT dauert nur noch wenige Sekunden (5-45 Sekunden). Krankhafte Organveränderungen werden durch die geringe Schichtdicke präzise ausgeschlossen bzw. nachgewiesen; die Darstellung des Untersuchungsgebiets in allen drei Raumebenen ermöglicht eine optimale Lokalisation und Therapieplanung von Erkrankungen.

Die MS-CT führt zu keiner erhöhten Strahlenbelastung, da die Geräteparameter auf jeden Patienten und seine Fragestellung abgestimmt werden.

Da die Vorbereitungszeiten je nach Fragestellung und Untersuchungsgebiet sehr unterschiedlich sind, planen Sie bitte ausreichend Zeit ein.

Das Untersuchungsergebnis wird ausführlich besprochen, die Untersuchungsdaten werden auf Röntgenfilmen oder CD-ROM dokumentiert und Ihren Ärzten zur Verfügung gestellt.

Weitere detaillierte Informationen finden Sie auch auf der Seite www.gesundheits-lexikon.com

Virtuelle Darmspiegelung (Koloskopie)

Die virtuelle Koloskopie ist ein neues computergestütztes Verfahren, bei dem auf der Grundlage einer großen Anzahl von Schnittbildern dreidimensionale Ansichten aus dem Inneren des Dickdarms erzeugt werden.

Die Bilder werden mit einem modernen Mehrschicht-Computertomographen (MS-CT) aufgenommen und mit spezieller Software zu einem simulierten "Flug" durch den Darm umgerechnet. Krankhafte Veränderungen der Darmschleimhaut, wie z. B. Polypen, können mit hoher Sicherheit nachgewiesen werden.

Die virtuelle Koloskopie ist eine Simulation der herkömmlichen Darmspiegelung ohne die unangenehme Einbringung von Instrumenten (Endoskop) in das Köperinnere.

Wann kann die virtuelle Koloskopie eingesetzt werden?
Die virtuelle Koloskopie ist zur Abklärung folgender Fragestellungen geeignet:

  • Früherkennung von Darmkrebs
  • Verlaufskontrolle nach Darmoperationen
  • Kontrolluntersuchung bei Risikopatienten (familiäre Darmkrebsbelastung, Patienten mit langjähriger Colitis ulcerosa, etc.)
  • Planung von operativen Eingriffen am Dickdarm
  • Bei unmöglicher herkömmlicher Darmspiegelung 

Welche Vorbereitungen sind für die virtuelle Koloskopie notwendig?

  • Der Dickdarm muss am Tag vor der Untersuchung gereinigt werden, um eine optimale Diagnostik zu gewährleisten.
  • Die Darmreinigung erfolgt zu Hause durch eine Kombination von abführenden Medikamenten und einer ausreichenden Trinkmenge (etwa 3-4 Liter über den Tag verteilt). Zusätzlich sollten Sie 24 Stunden vor dem Untersuchungstermin eine Diät, bestehend aus leichter Kost oder klarer Flüssigkeit (z. B. Brühe, etc.), einhalten.
  • Diabetiker müssen während der Darmreinigung Ihren Blutzuckerspiegel engmaschig kontrollieren. 

Wie läuft die virtuelle Koloskopie ab?

  • Nach Lagerung auf dem Untersuchungstisch des MS-CT's wird Luft in den Dickdarm gefüllt, damit sich die Darmwand entfaltet und optimal beurteilt werden kann.
  • Mit dem MS-CT werden dann sehr dünne Schichtaufnahmen des Darms in Rücken- und Bauchlage aufgenommen, die Untersuchungszeit beträgt insgesamt ca. 15-20 Minuten, die Strahlenbelastung entspricht einer herkömmlichen Computertomographie des Bauchraums.
  • Risiken sind mit der virtuellen Koloskopie nicht verbunden, im Allgemeinen ist die Untersuchung schmerzlos.
  • Nach Auswertung der Aufnahmen kann das Ergebnis im Rahmen eines zweiten Termins besprochen werden. Die Aufnahmen werden Ihnen auf CD-ROM zur Verfügung gestellt und können mit jedem PC dargestellt werden.

Welche Risiken sind mit der virtuellen Koloskopie verbunden?

  • Bei den meisten Patienten verläuft die Untersuchung ohne Komplikationen. Die in den Darm gegebene Luft kann zu Bauchschmerzen führen. In ganz seltenen Fällen kann es durch die Lufteinfüllung zu einem Darmdurchbruch (Perforation) kommen; je nach Ausprägung des Defekts, kann eine operative Beseitigung notwendig sein.
  • Im Falle einer Kontrastmittelgabe, verspüren manche Patienten ein starkes Wärmegefühl und/oder einen bitteren Geschmack; hierbei handelt es sich um eine harmlose Nebenwirkung.
  • In seltenen Fällen kann es zu einer allergischen Reaktion auf das injizierte Kontrastmittel kommen: Meistens verlaufen diese Unverträglichkeitsreaktionen harmlos mit Juckreiz und Ausbildung kleiner Hautpusteln (Quaddeln). Diese bilden sich von selbst oder nach Gabe von Medikamenten (Anitallergika) wieder vollständig zurück. Schwer verlaufende allergische Reaktionen mit Atemnot oder Herz-Kreislaufreaktionen treten extrem selten auf. Während der Untersuchung sind Sie unter ständiger Beobachtung.
  • Nach Auswertung der Aufnahmen kann das Ergebnis im Rahmen eines zweiten Termins besprochen werden. Die Aufnahmen werden Ihnen auf CD-ROM zur Verfügung gestellt und können mit jedem PC dargestellt werden.

Werden die Kosten von allen Krankenkassen übernommen?

  • Die privaten Krankenversicherungen übernehmen im allgemeinem die Kosten für eine virtuelle Koloskopie, bitte informieren Sie sich direkt bei Ihrer Versicherung.
  • Eine Kostenübernahme durch gesetzliche Krankenversicherungen ist zur Zeit noch nicht möglich, da es sich um ein neues Verfahren und keine vertragsärztliche Leistung handelt. Wir können die Untersuchung als Wahlleistung anbieten. Näheres erfahren Sie von uns in einem persönlichen Gespräch.

 

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Knochendichtemessung (Osteodensitometrie, BMD)

Die Messung der Knochendichte stellt die einzige Möglichkeit der frühzeitigen Diagnose einer Osteoporose dar - noch vor dem Auftreten von Knochenbrüchen. Schon eine Reduktion der Knochendichte um 10% geht mit einer Verdoppelung des Frakturrisikos im Bereich der Wirbelsäule und mit einer Verdreifachung im Bereich des Oberschenkelhalses einher.

Neben der frühzeitigen Diagnose einer Osteoporose erlaubt die Osteodensitometrie die Abschätzung des Risikos einer möglichen späteren Osteoporose, sie zeigt die Rate des Mineralsalzverlustes in Kontrolluntersuchungen und sie dokumentiert die Wirksamkeit oder Erfolglosigkeit einer medikamentösen Behandlung.

Die Knochendichtemessung mit der Computertomographie ist die beste Methode, um einen frühen Verlust von Knochensubstanz zu entdecken.

Mit dem in unserer Praxis eingesetzten Mehrschicht-Computertomographen wird der Mineralsalzgehalt im Bereich der Wirbelsäule und/oder der Hüften bestimmt und mit einer speziellen Software ausgewertet.

Werden die Kosten von allen Krankenkassen übernommen?

  • Die privaten Krankenversicherungen übernehmen im allgemeinem die Kosten für eine CT-Osteodensitometrie.
  • Eine Kostenübernahme durch gesetzliche Krankenversicherungen wird nur in Ausnahmefällen gewährt. Nähere Informationen bekommen Sie von uns bei der Terminvergabe.

 

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Lungenkrebsscreening mit der Mehrschicht-Computertomographie (MS-CT)

Bösartige Tumore der Atemwege und der Lunge gehören zu den häufigsten Krebserkrankungen. Insbesondere das Rauchen zählt zu den Risikofaktoren, die mit einer Erhöhung des Erkrankungsrisikos einhergehen.

In der Vergangenheit zeigten große Studien, dass mit Blutuntersuchungen und der herkömmlichen Röntgenaufnahme der Lunge in zwei Ebenen eine frühzeitige Diagnose selten möglich ist.

Mit dem in unserer Praxis zur Verfügung stehenden MS-CT (GE Lightspeed16TM und Lightspeed Ultra) können wir die Atemwege und die Lunge extrem dünnschichtig untersuchen. Hierbei entstehen Hunderte von Schnittbildern, die einzeln ausgewertet und mit dem Computer nachbearbeitet werden. Verdächtige Strukturen werden in allen drei Raumebenen exakt erfasst, mit spezieller Software volumetrisch vermessen und dokumentiert.

Durch den Einsatz von Niedrigdosis-Protokollen liegt die Strahlenbelastung deutlich unter der herkömmlichen Belastung einer CT des Brustkorbes.

Liegt keine Veränderung der Lungen vor, können bösartige Neubildungen präzise ausgeschlossen werden. Auffällige Strukturveränderungen müssen kontrolliert werden, um ein Wachstum im Zeitverlauf auszuschließen.

Zusätzlich kann der gleiche Datensatz für eine virtuelle Darstellung der Bronchien genutzt werden (Bronchoskopie). Bei der virtuellen Bronchoskopie werden mit dem Computer und spezieller Software aus den Schnittbildern dreidimensionale Ansichten des Bronchialbaums erzeugt; am Monitor kann der auswertende Arzt die Luftröhre und die Bronchien einsehen, vergleichbar mit einem "Flug" durch die Luftröhre und die Bronchien.

Wie läuft die Untersuchung ab?

 

  • Während der Untersuchung liegen Sie entspannt auf dem Rücken und fahren durch eine 70 cm breite und in beiden Richtungen offene Geräteöffnung.
  • Bitte achten Sie auf die Anweisungen des Assistenzpersonals, wenn Sie für ca. 20 Sekunden den Atem anhalten müssen.
  • Risiken, mit Ausnahme der relativ geringen Strahlenbelastung, sind nicht vorhanden, eine Kontrastmittelgabe ist nicht notwenig.
  • Da die Nachbearbeitungs- und Auswertungszeit sehr aufwendig ist, erfolgt die Befundbesprechung an einem weiteren Termin oder wir lassen Ihnen und Ihren behandelnden Ärzten den ausführlichen Befundbericht zukommen.

 

Für wen ist die Screening-Computertomographie geeignet?

 

  • Raucher mit einem Lebensalter über 55 Jahre
  • über 10 Jahre 40 Zigaretten pro Tag
  • über 20 Jahre 20 Zigaretten pro Tag

 

Folgende Informationen sollten Sie vor Durchführung der Untersuchung aufmerksam lesen:

 

  • Die Computertomographie kann einen kleinen Lungenkrebs entdecken. Die operative Therapie kann lebensrettend sein.
  • Aktuell existiert keine Studie, die zeigt, dass durch das Lungenkrebs-Screening die Sterblichkeit gesenkt werden kann.
  • Bei etwa 50% der untersuchten ehemaligen Raucher wird ein kleiner Herd mit der Computertomographie entdeckt. Diese Herde müssen durch weitere Computertomographien über einen längeren Zeitraum kontrolliert werden. Durch die Screening-Computertmographie können weitere Folgeuntersuchungen ausgelöst werden, z. B. Probenentnahmen oder auch Operationen. Auch diese Maßnahmen gehen mit einem Risiko einher.
  • Bei 10 % der Patienten mit einem kleinen Rundherd werden im Rahmen der Folgeuntersuchungen weitere Herde entdeckt.
  • Ca. 98% der entdeckten Herde sind gutartig. Nur 1.5% der entdeckten Herde bei Rauchern sind kleine Karzinome.
  • Im Rahmen der Screening-Computertomographie können auch Erkrankungen außerhalb der Lunge entdeckt werden. Meistens sind diese Erkrankungen ohne Relevanz, zum Teil können jedoch auch hier Folgeuntersuchungen ausgelöst werden.
  • Jede Computertomographie in Niedrigdosistechnik führt zu einer Strahlenbelastung von ca. 2,5 mSv, etwa 10 herkömmlichen Lungenaufnahmen entsprechend. Die Strahlenbelastung der weiblichen Brust entspricht etwa der einer Mammographie. Bei einem sehr kleinen Teil der untersuchten Patienten kann ein strahleninduzierter Tumor auftreten; die Anzahl der Karzinome ist so niedrig, dass sie mit keiner Studie erfasst werden können.

 

Im persönlichen Aufklärungsgespräch werden diese Punkte nochmals ausführlich erörtert!
Werden die Kosten von allen Krankenkassen übernommen?

 

  • Die privaten Krankenversicherungen übernehmen im allgemeinem die Kosten für eine hochauflösende CT der Lunge und eine virtuelle Bronchoskopie, bitte informieren Sie sich direkt bei Ihrer Versicherung.
  • Die Kosten für die hochauflösende Computertomographie der Lunge werden von den gesetzlichen Krankenkassen nur bei bestehender klinischer Symptomatik (Schmerzen, chronischer Husten, etc.) bzw. bei Verdacht auf eine schwerwiegende Erkrankung übernommen. Die hochauflösende CT von beschwerdefreien Rauchern zur Früherkennung von Lungenkrebs werden von der gesetzlichen Krankenkasse nicht übernommen.
  • Eine Kostenübernahme der virtuellen Bronchoskopie durch gesetzliche Krankenversicherungen ist zurzeit noch nicht möglich, da es sich um ein neues Verfahren und keine vertragsärztliche Leistung handelt. Wir können die Untersuchung als Wahlleistung anbieten. Näheres erfahren Sie von uns in einem persönlichen Gespräch.

Digitale Mammographie

In unserer Praxis stehen für die Diagnostik von Brusterkrankungen 3 Verfahren zur Verfügung:

  • Digitale Mammographie
  • Hochauflösender Ultraschall
  • Kernspintomographie

 

Zur Abklärung eines Tastbefundes, von Beschwerden (z. B. Schmerzen, etc.) oder im Rahmen der Brustkrebsvorsorge ist die Röntgenuntersuchung der Brust, die Mammographie, nach wie vor der erste Schritt.

Die in unserer Praxis eingesetzte digitale Vollfeld-Mammographie (GE Senograph 2000 DTM) stellt den neuesten Stand der Technik dar. Im Gegensatz zu einem herkömmlichen Mammographiegerät, dass mit Hilfe von Film und Folien ein Röntgenbild erstellt, wird bei der digitalen Vollfeldtechnik die Brust mit einem Bildrezeptor erfasst. Die herkömmliche Betrachtung am Lichtkasten entfällt, da die digitale Röntgenaufnahme direkt auf einer Computerstation mit speziellen hochauflösenden Monitoren dargestellt und nachverarbeitet wird.

So ist etwa die Vergrößerung von Bildausschnitten möglich oder die Einstellung unterschiedlicher Kontraststärken.

Diese Nachverarbeitung ermöglicht die bessere Beurteilung von schlecht einsehbaren dichten Drüsenanteilen, die sichere Erfassung von kleinsten Verkalkungen (Mikrokalk) und die optimale Darstellung der Brustwarzenregion.

Die Digitale Mammographie wird von speziell hierfür ausgebildeten MTRA (Medizinisch-technische Radiologieassistenten) durchgeführt (QRR). Das Gerät wird endsprechend den Richtlinien bezüglich Dosis und Bildqualität regelmäßig von unserem Physiker als auch extern überprüft (QRR).

In unserer Praxis werden Mammographien mit suspekten Befunden von 2 Fachärzten ausgewertet, so erhöhen wir die Sicherheit unserer Diagnosen und vermeiden unnötige Operationen der Brust.

Wie wird eine Mammographie durchgeführt?

  • Nach Entkleidung des Oberkörpers führt Sie die Röntgenassistentin an das Gerät. Von jeder Brust werden Aufnahmen in unterschiedlichen Ebenen aufgenommen (meistens sind 4 Aufnahmen ausreichend). Die Brust wird auf dem Bildrezeptor aufgelegt, dann erfolgt eine "sanfte" Kompression. Die Kompression ist notwendig, um die Erkennung von Details zu verbessern und die Strahlenbelastung zu reduzieren. Der optimale Kompressionspunkt wird vom Gerät für jede Patientin individuell bestimmt, eine schmerzhafte Einengung wird vermieden; da die Bildaufnahme außerdem extrem schnell erfolgt, kann die Kompression um mindestens zwei Drittel der sonst üblichen Zeit verkürzt werden. Gerätesensoren messen dann die Dichte der Brust und wählen individuell die passende Röntgenröhrenkombination für einen optimalen Kontrast bei gleichzeitig geringer Strahlenbelastung aus. Der ganze Vorgang dauert nur wenige Sekunden. Durch diese präzise Messung gelingt jede Aufnahme, Wiederholungsaufnahmen sind nicht notwendig.

Das Ergebnis sowie die Notwendigkeit möglicher ergänzender Untersuchungen, Kontrollabstände, etc. werden im Anschluss ausführlich besprochen.

Wird die Aussagekraft der Mammographie durch den Zyklus beeinträchtigt? 

  • Zyklusbedingte Veränderungen des Brustdrüsengewebes bei Frauen im gebährfähigen Alter spiegeln sich auch in der Mammographie wieder; optimal ist ein Zeitpunkt ca. 7 bis 14 Tage nach der letzten Blutung.

 Ergänzende Untersuchungen:

  • In einigen Fällen wird die Mammographie durch eine Ultraschalluntersuchung (Sonographie) ergänzt, insbesondere Zysten können mit der Sonographie gut nachgewiesen und sicher von anderen Strukturen abgegrenzt werden.

Die Kernspintomographie (MRT) wird ebenfalls ergänzend bei der Diagnostik von Brusterkrankungen eingesetzt. Sie ist jedoch bestimmten Fragestellungen vorbehalten. Beide Verfahren können die Röntgenmammographie nicht ersetzen. So werden z. B. sehr kleine tumoröse Veränderungen mit einem Durchmesser von weniger als 0,5 cm mit der Sonographie nicht sicher erfasst. Mikroverkalkungen, die bei einigen bösartigen Tumoren ein typisches Bild aufweisen können, sind im Ultraschall und in der Kernspintomographie ebenfalls nicht darstellbar.

Kernspin-Tomographie, auch Magnet-Resonanz-Tomographie (MRT)

Die Kernspin-Tomographie, auch Magnet-Resonanz-Tomographie (MRT) genannt, ist eine diagnostische Technik zur Darstellung der inneren Organe und Gewebe mit Hilfe von Magnetfeldern und Radiowellen. Das technische Prinzip wurde 1946 von Bloch und Purcell unabhängig voneinander entdeckt und bald in Physik und Chemie angewandt. 1952 erhielten die beiden Wissenschaftler den Nobelpreis für ihre Entdeckung. Die Weiterentwicklung zu einer Technik in der Medizin, mit Hilfe derer Bilder erzeugt werden können, wurde im wesentlichen durch Lauterburg im Jahr 1973 vorangetrieben. Praktisch verfügbar ist das Verfahren seit 1984.

Wie funktioniert die Kernspin-Tomographie?

Die Kernspin-Tomographie ist ein Verfahren, das im Gegensatz zu einer Röntgenuntersuchung nicht mit Röntgenstrahlen, sondern mit Magnetfeldern und Radiowellen arbeitet. Für die Untersuchung wird der Patient in einen starken Magneten, eine 160 cm lange und 70 cm breite Röhre gefahren. Im Magnetfeld werden die Wasserstoffatome im zu untersuchenden Körperabschnitt, z. B. Kopf oder Kniegelenk, durch Hochfrequenzimpulse angeregt. Dieser Vorgang wird mit Empfangsspulen gemessen und vom Computer in Schnittbilder umgerechnet. Durch Variation der technischen Untersuchungsparameter werden Bilder mit unterschiedlichem Gewebekontrast erstellt. In Abhängigkeit von der Fragestellung und des zu untersuchenden Organsystem kommen spezielle Kernspinkontrastmittel zum Einsatz. 

Die folgenden Untersuchungen bieten wir in unserer Praxis an: 

  • MRT der Gefäße (MR-Angiographie): Hochauflösende Darstellung des gesamten Gefäßsystems 
  • MRT des Herzens (Kardio-MRT): Erfassung von Durchblutungsstörungen des Herzmuskels, Erkrankungen des Herzmuskels (Kardiomyopathien) und des Herzbeutels, Diagnostik von angeborenen Herzerkrankungen 
  • MRT der weiblichen Brust (MR-Mammographie) einschließlich kernspintomographisch gesteuerter Markierung auffälliger Areale vor geplanter Operation sowie kernspintomographisch geleiteter Probenentnahme aus suspekten Strukturen 
  • MRT des Zentral-Nervensystems (Gehirn, Rückenmark), der Wirbelsäule, des Brust- und Bauchraums, der Gelenke, der Knochen und Muskulatur 

 

Wie läuft die Kernspintomographie ab? 

 

  • Vor der Untersuchung müssen alle mitgeführten Metallteile (Geldbörse, lose Geldstücke, Schlüssel, etc.) Uhren, elektronische Geräte, Kreditkarten und andere Chipkarten abgelegt werden. Im Untersuchungsgebiet sollte auch kein Schmuck getragen werden. 
  • Nach Lagerung auf dem Untersuchungstisch wird, falls eine Kontrastmittelgabe notwendig ist, eine Verweilkanüle in eine Armbeugevene eingebracht. Zur Durchführung der Messung werden Sie in die ca. 70 cm breite und 160cm tiefe Öffnung des Kernspintomographen gefahren. 
  • Während der Untersuchung stehen Sie mit uns über eine Gegensprechanlage in ständigem Kontakt, Sie können sich außerdem jederzeit mit einer Alarmklingel bemerkbar machen. 

 

Welche Risiken bestehen bei der Kernspintomographie? 

 

  • In extrem seltenen Fällen kann es zu einer allergischen Reaktion auf das injizierte Kernspinkontrastmittel kommen: Meistens verlaufen diese Unverträglichkeitsreaktionen harmlos mit Juckreiz und Ausbildung kleiner Hautpusteln (Quaddeln). Diese Reaktionen bilden sich von selbst oder nach Gabe von Medikamenten (Anitallergika) wieder vollständig zurück. Schwer verlaufende allergische Reaktionen treten extrem selten auf. Patienten mit einer bekannten Allergie auf Röntgenkontrastmitteln vertragen die gadoliniumhaltigen Kernspinkontrastmittel im allgemeinem sehr gut. 
  • Die während der Untersuchung vom MRT erzeugten lauten Klopfgeräusche können durch einen Schallschutz abgeschwächt werden. 
  • Obwohl die Untersuchungsöffnung des MRT ausreichend Platz bietet, leiden manche Patienten unter Platzangst (Klaustrophobie). In den meisten Fällen kann die MRT aber nach intravenöser Gabe eines Beruhigungsmittels durchgeführt werden. Sie sollten den Termin dann mit einer Begleitperson wahrnehmen, da Sie nach der MRT für viele Stunden nicht aktiv am Straßenverkehr teilnehmen können. Bitte informieren Sie uns hierüber schon bei der Terminvergabe. 
  • Eine Strahlenbelastung ist nicht gegeben, da die MRT Bilder mittels starker Magnetfelder und Radiowellen erzeugt. 

 

Wer darf nicht mit der MRT untersucht werden? 

 

  • Während der Untersuchung liegt der Patient auf einer Liege im Gerät. Wichtig ist, dass er absolut ruhig liegt und gleichmäßig atmet, damit die Aufnahme nicht gestört wird. 
  • Träger von Herzschrittmachern, Biostimulatoren, Insulinpumpen, etc. 
  • Zustand nach Metallsplitterverletzungen (Granatsplitter, Schussverletzungen, Schweiß-oder Fräsverletzungen 
  • Patienten mit einer implantierten Herzklappe von Typ Starr-Edwards (andere Kunstklappen bereiten keine Probleme) 
  • Bei Patienten mit einem Zustand nach einer Gefäßoperation, insbesondere im Bereich des Gehirns, muss im Rahmen eines ausführlichen Aufklärungsgesprächs geklärt werden, ob die Untersuchung gefahrlos durchgeführt werden kann. 
  • Schwangere sollten nur in Ausnahmefällen untersucht werden 
  • Patienten mit einem Port, Gelenkersatz oder nach Operation von Frakturen mit Implantation von Metallteilen können meistens problemlos untersucht werden. Auch eine Spirale stellt kein Problem dar, der korrekte Sitz sollte jedoch nach der Kernspintomographie überprüft werden. 

 

Da die Vorbereitungszeiten je nach Fragestellung und Untersuchungsgebiet sehr unterschiedlich sind, planen Sie bitte ausreichend Zeit ein. 

Das Untersuchungsergebnis wird ausführlich besprochen, die Untersuchungsdaten werden auf Röntgenfilmen oder CD-ROM dokumentiert und Ihren Ärzten zur Verfügung gestellt.

Schmerztherapie Wirbelsäule (CT gesteuert)

Computertomographisch (CT) gesteuerte Schmerztherapie

Die Ursachen chronischer Rückenschmerzen sind unterschiedlich. In vielen Fällen werden sie durch einen Verschleiß (Spondylarthrosen) oder Blockierungen der Facettengelenke, einen Bandscheibenvorfall oder durch die Ausbildung von Narbengewebe infolge einer Bandscheibenoperation verursacht. Hierdurch kommt es zu einer Quetschung der Nervenfasern bzw. Nervenwurzeln im Rückenmarkskanal oder in den Nervenaustrittslöchern; je nach Höhenlokalisation kann es auch zu einer Schmerzausstrahlung in die Arme (Halswirbelsäule) oder Beine (Lendenwirbelsäule) kommen.

Weitere Beschwerden sind Missempfindungen und Taubheitsgefühle im Versorgungsgebiet des betroffenen Nerven. Vor Durchführung einer CT-gesteuerten Schmerztherapie der Wirbelsäule wird ein ausführliches Aufklärungsgespräch und eine Kernspin- oder Computertomographie durchgeführt, um andere Schmerzursachen auszuschließen und die exakte Lokalisation der Therapie zu planen.

CT-gesteuerte Infiltration der kleinen Wirbelgelenke:
  • Die Verbindung zwischen zwei Wirbeln besteht zum einen durch die Bandscheibe und zum anderen durch 2 kleine Gelenke. Diese Gelenke neigen auch schon bei jüngeren Menschen zum Verschleiß oder zu Blockierungen. Störungen dieser Art führen zur Reizung der schmerzsensiblen Fasern in der Gelenkkapsel und letztendlich zu Rückenschmerzen. Durch die CT-gesteuerte Infiltration werden schmerz- und entzündungshemmende Medikamente direkt in und an das entsprechende Wirbelgelenk injiziert.
CT-gesteuerte periradikuläre Therapie (PRT):
  • In Höhe jedes Bandscheibensegments der Wirbelsäule verlassen 2 Nervenwurzeln den Rückenmarkskanal, jeweils an beiden Seiten durch knöcherne Kanäle, die durch den Wirbelkörper und die kleinen Wirbelgelenke gebildet werden. Eine Beeinträchtigung dieser Nervenfasern durch knöcherne Strukturen im Rahmen einer Arthrose oder durch Bandscheiben- oder Narbengewebe führt zur Wurzelschwellung und damit verbundener weiterer Einengung. Durch die CT-gesteuerte Injektion schmerz- und entzündungshemmender Medikamente direkt an die Wurzel wird dieser Teufelskreis durchbrochen; die Wurzel schwillt ab und der Schmerz lässt nach.
Der Ablauf beider Therapien ist sehr ähnlich und wird zusammen besprochen:

 

  • Vorgespräch: Das Vor- bzw. Aufklärungsgespräch findet mindestens 24 Stunden vor der geplanten Therapie an einem Extratermin statt. Falls noch kein Kernspin oder eine CT des betroffenen Wirbelsäulenabschnitts durchgeführt wurde, erfolgt diese Untersuchung ebenfalls an diesem Termin.
  • Durchführung: Nach Lagerung auf dem Untersuchungstisch wird im zu therapierenden Wirbelsäulenabschnitt eine Messmarkierung aufgeklebt. Dann erfolgen einige orientierende CT-Schnitte und die Erfassung der Daten zur exakten Platzierung der Punktionsnadel; in manchen Fällen werden auch mehrere Nadeln in einer Sitzung appliziert. Nach Einbringung der Nadel(n) und Lagekontrolle mit dem CT, erfolgt eine Probeinjektion mit erneuter CT-Kontrolle der Verteilung im Zielareal. Dann werden die Medikamente (Gemisch aus Kortison und einem Lokalanästhetikum) präzise injiziert. Die Behandlung dauert etwa 15-20 Minuten.
  • Nachbehandlung: Bevor Sie nach Haus entlassen werden, bleiben Sie für 30-40 Minuten im Wartezimmer unter Überwachung.
  • Risiken und Nebenwirkungen: Ihr individuelles Risikoprofil wird im ausführlichen Aufklärungsgespräch erfasst. Die Einbringung der Punktionsnadeln ist im allgemeinen nicht schmerzhaft. Durch die eingespritzten Medikamente kann es direkt nach der Punktion zu einer vorübergehenden Muskelschwäche im Versorgungsgebiet des therapierten Nerven (z. B. Unterschenkel) kommen; die sichere Führung eines PKW ist dann nicht möglich.

Ultraschall

Ultraschall (Sonographie)

Die Bilderzeugung beim Ultraschall erfolgt durch die physikalische Wechselwirkung (Reflexion, Asorption, Brechung, etc.) der Schallwellen mit den Geweben des menschlichen Körpers.

Leber, Milz, Nieren, Bauchspeicheldrüse, Schilddrüse, Gebärmutter, flüssigkeitsgefüllte Organe wie die Gallenblase, Harnblase, Lymphknoten und das Brustgewebe sind besonders für die Untersuchung mit Ultraschall geeignet. Durch eine entsprechende Haltung des Schallkopfes können Schnittbilder in verschiedenen Ebenen dargestellt werden.

Für die Untersuchung der Brustdrüse setzen wir in unseren Praxis einen speziellen hochauflösenden Schallkopf ein.

Vor einer Untersuchung der Bauchorgane sollten Sie bitte nüchtern bleiben.

Weitere detaillierte Informationen finden Sie auch auf der Seite www.gesundheits-lexikon.com

Für Fragen stehen wir Ihnen gerne persönlich, per Telefon oder auch per E-Mail zur Verfügung.