Nuklearmedizin

Nuklearmedizinische Therapien

Zevalin-Therapie

Zevalin-Therapie

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Schmerztherapie

Schmerztherapie

Samarium-Therapie

Eine Samarium-Therapie ist eine palliative Schmerzlinderung mittels Radionukliden bei Knochenschmerzen infolge von Knochenmetastasen.

Was ist die Indikation für diese Therapie?

Knochenschmerzen infolge von multilokulären Metastasen, wenn: 

  • eine Einschränkung der Lebensqualität durch die ossäre Schmerzsymptomatik gegeben ist
  • Opiate zur Kontrolle der Schmerzsymptomatik erforderlich sind 
  • eine Unverträglichkeit oder geringe Wirksamkeit von Analgetika vorliegt Voraussetzung ist eine hohe osteoblastische Aktivität, die mit der Skelettszintigraphie nachgewiesen sein muss.
Wann kann die Therapie nicht durchgeführt werden?

Absolute Kontraindikation:

  • Schwangerschaft, Laktation 
  • ausgeprägte Rückenmarkkompression durch lokale Metastasen
  • ausgeprägte Knochenmarkdepression (2.400 Leukozyten (entspr.2.4 G/l oder 2,4/nl)); 60.000 Thrombozyten (entspr. 60 G/l oder 60/nl))
  • Niereninsuffizienz  

Relativ Kontraindikation:

  • Inkontinenz 
  • Gefahr einer pathologischen Fraktur
  • disseminierte intravaskuläre Koagulopathie  

Bei einer relativen Kontraindikation sollte die Radionuklidtherapie nur mit anderen therapeutischen Maßnahmen durchgeführt werden, um mögliche Komplikationen zu vermeiden.

Was ist das Pathophysiologisches Prinzip?

Bei der palliativen Schmerztherapie kommen osteotrophe Radiopharmaka, z.B. radioaktiv markierte Phosphonate, zum Einsatz. Bis zu 80% der applizierten Aktivität wird in die stoffwechselaktiven Knochenumbauzonen eingelagert.

Die nicht gebundene Aktivität wird zu Beginn vermehrt über die Nieren ausgeschieden (80 – 90% innerhalb von 48 Stunden).    

Wie ist der Ablauf der Therapie?

Es wird eine geringe Menge Samarium(Sm-153)-EDTMP injiziert. Nach etwa 6 Stunden wird eine Ganzkörperaufnahmen im Liegen durchgeführt. Dazu fährt die Gamma-Kamera Sie einmal von Kopf bis Fuß ab.

Wie wird die Therapie vertragen?

Häufige Nebenwirkungen:

  • Vorübergehende Zunahme der Schmerzen („Flare“-Phänomen) als Folge lokaler Gewebsödeme, möglicherweise infolge hoher lokaler Dosen im Tumor
  • Möglichkeit einer Myelodepression, Absinken der Leukozyten- und Thrombozytenzahlen um 30 – 70% des Ausgangswertes und damit verbundene Infektions- oder Blutungsgefahr; Knochenmarkverdrängung durch Tumorgewebe, Chemotherapie, externe Strahlentherapie, sowie systemische Radionuklidtherapie können eine additive Wirkung auf das blutbildende Knochenmark haben.
Ist die Therapie mit einer Strahlenbelastung verbunden?

Da die Substanz radioaktiv markiert ist, ist die Untersuchung mit einer (sehr kleinen) Strahlenbelastung verbunden (effektive Dosis: 0.38 mSv/MBq  )

Muss man für die Untersuchung nüchtern sein?

Sie müssen für die Untersuchung nicht nüchtern sein.

Was muss bei der Therapie beachtet werden?

Sie sollten in den ersten Tagen vermehrt zu trinken und die Harnblase häufiger entleeren; dabei sollte eine Verunreinigung der Unterwäsche und der Toilette vermieden werden; ein Urinieren im Sitzen wird geraten. Die Wäsche sollte eventuell gesondert gewaschen werden. Außerdem sollten Sie nach dem Urinieren die Hände sehr sorgfältig waschen und das Toilettenbecken zweifach spülen.