Methoden der Untersuchung und Behandlung durch die Borad

Die Behandlungs- und Untersuchungsmethoden der Überörtliche Gemeinschaftspraxis Borad sind vielfältig. Sehen Sie hier einen Überblick, womit wir Ihnen zur Seite stehen. 


 

Verfahren der diagnostischen Radiologie

Computertomographie (CT)

Die Computertomographie fertigt Schnittbilder des Körpers an.
In unserer Praxis kommt modernste und fortschrittlichste Technik zum Einsatz; mit unseren 2 ultraschnellen Mehrschicht-Computertomographen (MS-CT) GE Lightspeed16TM und GE Lightspeed Ultra können in 0.5 Sekunden 16 bzw. 8 extrem dünne (0.63 mm) Schichten angefertigt und weiterverarbeitet werden. Ein herkömmlicher CT kann dagegen nur eine einzige Schicht messen, die Schichtdicken liegen weit über einem Millimeter.

Eine MS-CT dauert nur noch wenige Sekunden (5-45 Sekunden). Krankhafte Organveränderungen werden durch die geringe Schichtdicke präzise ausgeschlossen bzw. nachgewiesen; die Darstellung des Untersuchungsgebiets in allen drei Raumebenen ermöglicht eine optimale Lokalisation und Therapieplanung von Erkrankungen.

Die MS-CT führt zu keiner erhöhten Strahlenbelastung, da die Geräteparameter auf jeden Patienten und seine Fragestellung abgestimmt werden.

Da die Vorbereitungszeiten je nach Fragestellung und Untersuchungsgebiet sehr unterschiedlich sind, planen Sie bitte ausreichend Zeit ein.

Das Untersuchungsergebnis wird ausführlich besprochen, die Untersuchungsdaten werden auf Röntgenfilmen oder CD-ROM dokumentiert und Ihren Ärzten zur Verfügung gestellt.

Weitere detaillierte Informationen finden Sie auch auf der Seite www.gesundheits-lexikon.com

Virtuelle Darmspiegelung (Koloskopie)

Die virtuelle Koloskopie ist ein neues computergestütztes Verfahren, bei dem auf der Grundlage einer großen Anzahl von Schnittbildern dreidimensionale Ansichten aus dem Inneren des Dickdarms erzeugt werden.

Die Bilder werden mit einem modernen Mehrschicht-Computertomographen (MS-CT) aufgenommen und mit spezieller Software zu einem simulierten "Flug" durch den Darm umgerechnet. Krankhafte Veränderungen der Darmschleimhaut, wie z. B. Polypen, können mit hoher Sicherheit nachgewiesen werden.

Die virtuelle Koloskopie ist eine Simulation der herkömmlichen Darmspiegelung ohne die unangenehme Einbringung von Instrumenten (Endoskop) in das Köperinnere.

Wann kann die virtuelle Koloskopie eingesetzt werden?
Die virtuelle Koloskopie ist zur Abklärung folgender Fragestellungen geeignet:

  • Früherkennung von Darmkrebs
  • Verlaufskontrolle nach Darmoperationen
  • Kontrolluntersuchung bei Risikopatienten (familiäre Darmkrebsbelastung, Patienten mit langjähriger Colitis ulcerosa, etc.)
  • Planung von operativen Eingriffen am Dickdarm
  • Bei unmöglicher herkömmlicher Darmspiegelung 

Welche Vorbereitungen sind für die virtuelle Koloskopie notwendig?

  • Der Dickdarm muss am Tag vor der Untersuchung gereinigt werden, um eine optimale Diagnostik zu gewährleisten.
  • Die Darmreinigung erfolgt zu Hause durch eine Kombination von abführenden Medikamenten und einer ausreichenden Trinkmenge (etwa 3-4 Liter über den Tag verteilt). Zusätzlich sollten Sie 24 Stunden vor dem Untersuchungstermin eine Diät, bestehend aus leichter Kost oder klarer Flüssigkeit (z. B. Brühe, etc.), einhalten.
  • Diabetiker müssen während der Darmreinigung Ihren Blutzuckerspiegel engmaschig kontrollieren. 

Wie läuft die virtuelle Koloskopie ab?

  • Nach Lagerung auf dem Untersuchungstisch des MS-CT's wird Luft in den Dickdarm gefüllt, damit sich die Darmwand entfaltet und optimal beurteilt werden kann.
  • Mit dem MS-CT werden dann sehr dünne Schichtaufnahmen des Darms in Rücken- und Bauchlage aufgenommen, die Untersuchungszeit beträgt insgesamt ca. 15-20 Minuten, die Strahlenbelastung entspricht einer herkömmlichen Computertomographie des Bauchraums.
  • Risiken sind mit der virtuellen Koloskopie nicht verbunden, im Allgemeinen ist die Untersuchung schmerzlos.
  • Nach Auswertung der Aufnahmen kann das Ergebnis im Rahmen eines zweiten Termins besprochen werden. Die Aufnahmen werden Ihnen auf CD-ROM zur Verfügung gestellt und können mit jedem PC dargestellt werden.

Welche Risiken sind mit der virtuellen Koloskopie verbunden?

  • Bei den meisten Patienten verläuft die Untersuchung ohne Komplikationen. Die in den Darm gegebene Luft kann zu Bauchschmerzen führen. In ganz seltenen Fällen kann es durch die Lufteinfüllung zu einem Darmdurchbruch (Perforation) kommen; je nach Ausprägung des Defekts, kann eine operative Beseitigung notwendig sein.
  • Im Falle einer Kontrastmittelgabe, verspüren manche Patienten ein starkes Wärmegefühl und/oder einen bitteren Geschmack; hierbei handelt es sich um eine harmlose Nebenwirkung.
  • In seltenen Fällen kann es zu einer allergischen Reaktion auf das injizierte Kontrastmittel kommen: Meistens verlaufen diese Unverträglichkeitsreaktionen harmlos mit Juckreiz und Ausbildung kleiner Hautpusteln (Quaddeln). Diese bilden sich von selbst oder nach Gabe von Medikamenten (Anitallergika) wieder vollständig zurück. Schwer verlaufende allergische Reaktionen mit Atemnot oder Herz-Kreislaufreaktionen treten extrem selten auf. Während der Untersuchung sind Sie unter ständiger Beobachtung.
  • Nach Auswertung der Aufnahmen kann das Ergebnis im Rahmen eines zweiten Termins besprochen werden. Die Aufnahmen werden Ihnen auf CD-ROM zur Verfügung gestellt und können mit jedem PC dargestellt werden.

Werden die Kosten von allen Krankenkassen übernommen?

  • Die privaten Krankenversicherungen übernehmen im allgemeinem die Kosten für eine virtuelle Koloskopie, bitte informieren Sie sich direkt bei Ihrer Versicherung.
  • Eine Kostenübernahme durch gesetzliche Krankenversicherungen ist zur Zeit noch nicht möglich, da es sich um ein neues Verfahren und keine vertragsärztliche Leistung handelt. Wir können die Untersuchung als Wahlleistung anbieten. Näheres erfahren Sie von uns in einem persönlichen Gespräch.

 

Weitere detaillierte Informationen finden Sie auch auf der Seite www.gesundheits-lexikon.com

Knochendichtemessung (Osteodensitometrie, BMD)

Die Messung der Knochendichte stellt die einzige Möglichkeit der frühzeitigen Diagnose einer Osteoporose dar - noch vor dem Auftreten von Knochenbrüchen. Schon eine Reduktion der Knochendichte um 10% geht mit einer Verdoppelung des Frakturrisikos im Bereich der Wirbelsäule und mit einer Verdreifachung im Bereich des Oberschenkelhalses einher.

Neben der frühzeitigen Diagnose einer Osteoporose erlaubt die Osteodensitometrie die Abschätzung des Risikos einer möglichen späteren Osteoporose, sie zeigt die Rate des Mineralsalzverlustes in Kontrolluntersuchungen und sie dokumentiert die Wirksamkeit oder Erfolglosigkeit einer medikamentösen Behandlung.

Die Knochendichtemessung mit der Computertomographie ist die beste Methode, um einen frühen Verlust von Knochensubstanz zu entdecken.

Mit dem in unserer Praxis eingesetzten Mehrschicht-Computertomographen wird der Mineralsalzgehalt im Bereich der Wirbelsäule und/oder der Hüften bestimmt und mit einer speziellen Software ausgewertet.

Werden die Kosten von allen Krankenkassen übernommen?

  • Die privaten Krankenversicherungen übernehmen im allgemeinem die Kosten für eine CT-Osteodensitometrie.
  • Eine Kostenübernahme durch gesetzliche Krankenversicherungen wird nur in Ausnahmefällen gewährt. Nähere Informationen bekommen Sie von uns bei der Terminvergabe.

 

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Lungenkrebsscreening mit der Mehrschicht-Computertomographie (MS-CT)

Bösartige Tumore der Atemwege und der Lunge gehören zu den häufigsten Krebserkrankungen. Insbesondere das Rauchen zählt zu den Risikofaktoren, die mit einer Erhöhung des Erkrankungsrisikos einhergehen.

In der Vergangenheit zeigten große Studien, dass mit Blutuntersuchungen und der herkömmlichen Röntgenaufnahme der Lunge in zwei Ebenen eine frühzeitige Diagnose selten möglich ist.

Mit dem in unserer Praxis zur Verfügung stehenden MS-CT (GE Lightspeed16TM und Lightspeed Ultra) können wir die Atemwege und die Lunge extrem dünnschichtig untersuchen. Hierbei entstehen Hunderte von Schnittbildern, die einzeln ausgewertet und mit dem Computer nachbearbeitet werden. Verdächtige Strukturen werden in allen drei Raumebenen exakt erfasst, mit spezieller Software volumetrisch vermessen und dokumentiert.

Durch den Einsatz von Niedrigdosis-Protokollen liegt die Strahlenbelastung deutlich unter der herkömmlichen Belastung einer CT des Brustkorbes.

Liegt keine Veränderung der Lungen vor, können bösartige Neubildungen präzise ausgeschlossen werden. Auffällige Strukturveränderungen müssen kontrolliert werden, um ein Wachstum im Zeitverlauf auszuschließen.

Zusätzlich kann der gleiche Datensatz für eine virtuelle Darstellung der Bronchien genutzt werden (Bronchoskopie). Bei der virtuellen Bronchoskopie werden mit dem Computer und spezieller Software aus den Schnittbildern dreidimensionale Ansichten des Bronchialbaums erzeugt; am Monitor kann der auswertende Arzt die Luftröhre und die Bronchien einsehen, vergleichbar mit einem "Flug" durch die Luftröhre und die Bronchien.

Wie läuft die Untersuchung ab?

 

  • Während der Untersuchung liegen Sie entspannt auf dem Rücken und fahren durch eine 70 cm breite und in beiden Richtungen offene Geräteöffnung.
  • Bitte achten Sie auf die Anweisungen des Assistenzpersonals, wenn Sie für ca. 20 Sekunden den Atem anhalten müssen.
  • Risiken, mit Ausnahme der relativ geringen Strahlenbelastung, sind nicht vorhanden, eine Kontrastmittelgabe ist nicht notwenig.
  • Da die Nachbearbeitungs- und Auswertungszeit sehr aufwendig ist, erfolgt die Befundbesprechung an einem weiteren Termin oder wir lassen Ihnen und Ihren behandelnden Ärzten den ausführlichen Befundbericht zukommen.

 

Für wen ist die Screening-Computertomographie geeignet?

 

  • Raucher mit einem Lebensalter über 55 Jahre
  • über 10 Jahre 40 Zigaretten pro Tag
  • über 20 Jahre 20 Zigaretten pro Tag

 

Folgende Informationen sollten Sie vor Durchführung der Untersuchung aufmerksam lesen:

 

  • Die Computertomographie kann einen kleinen Lungenkrebs entdecken. Die operative Therapie kann lebensrettend sein.
  • Aktuell existiert keine Studie, die zeigt, dass durch das Lungenkrebs-Screening die Sterblichkeit gesenkt werden kann.
  • Bei etwa 50% der untersuchten ehemaligen Raucher wird ein kleiner Herd mit der Computertomographie entdeckt. Diese Herde müssen durch weitere Computertomographien über einen längeren Zeitraum kontrolliert werden. Durch die Screening-Computertmographie können weitere Folgeuntersuchungen ausgelöst werden, z. B. Probenentnahmen oder auch Operationen. Auch diese Maßnahmen gehen mit einem Risiko einher.
  • Bei 10 % der Patienten mit einem kleinen Rundherd werden im Rahmen der Folgeuntersuchungen weitere Herde entdeckt.
  • Ca. 98% der entdeckten Herde sind gutartig. Nur 1.5% der entdeckten Herde bei Rauchern sind kleine Karzinome.
  • Im Rahmen der Screening-Computertomographie können auch Erkrankungen außerhalb der Lunge entdeckt werden. Meistens sind diese Erkrankungen ohne Relevanz, zum Teil können jedoch auch hier Folgeuntersuchungen ausgelöst werden.
  • Jede Computertomographie in Niedrigdosistechnik führt zu einer Strahlenbelastung von ca. 2,5 mSv, etwa 10 herkömmlichen Lungenaufnahmen entsprechend. Die Strahlenbelastung der weiblichen Brust entspricht etwa der einer Mammographie. Bei einem sehr kleinen Teil der untersuchten Patienten kann ein strahleninduzierter Tumor auftreten; die Anzahl der Karzinome ist so niedrig, dass sie mit keiner Studie erfasst werden können.

 

Im persönlichen Aufklärungsgespräch werden diese Punkte nochmals ausführlich erörtert!
Werden die Kosten von allen Krankenkassen übernommen?

 

  • Die privaten Krankenversicherungen übernehmen im allgemeinem die Kosten für eine hochauflösende CT der Lunge und eine virtuelle Bronchoskopie, bitte informieren Sie sich direkt bei Ihrer Versicherung.
  • Die Kosten für die hochauflösende Computertomographie der Lunge werden von den gesetzlichen Krankenkassen nur bei bestehender klinischer Symptomatik (Schmerzen, chronischer Husten, etc.) bzw. bei Verdacht auf eine schwerwiegende Erkrankung übernommen. Die hochauflösende CT von beschwerdefreien Rauchern zur Früherkennung von Lungenkrebs werden von der gesetzlichen Krankenkasse nicht übernommen.
  • Eine Kostenübernahme der virtuellen Bronchoskopie durch gesetzliche Krankenversicherungen ist zurzeit noch nicht möglich, da es sich um ein neues Verfahren und keine vertragsärztliche Leistung handelt. Wir können die Untersuchung als Wahlleistung anbieten. Näheres erfahren Sie von uns in einem persönlichen Gespräch.

Digitale Mammographie

In unserer Praxis stehen für die Diagnostik von Brusterkrankungen 3 Verfahren zur Verfügung:

  • Digitale Mammographie
  • Hochauflösender Ultraschall
  • Kernspintomographie

 

Zur Abklärung eines Tastbefundes, von Beschwerden (z. B. Schmerzen, etc.) oder im Rahmen der Brustkrebsvorsorge ist die Röntgenuntersuchung der Brust, die Mammographie, nach wie vor der erste Schritt.

Die in unserer Praxis eingesetzte digitale Vollfeld-Mammographie (GE Senograph 2000 DTM) stellt den neuesten Stand der Technik dar. Im Gegensatz zu einem herkömmlichen Mammographiegerät, dass mit Hilfe von Film und Folien ein Röntgenbild erstellt, wird bei der digitalen Vollfeldtechnik die Brust mit einem Bildrezeptor erfasst. Die herkömmliche Betrachtung am Lichtkasten entfällt, da die digitale Röntgenaufnahme direkt auf einer Computerstation mit speziellen hochauflösenden Monitoren dargestellt und nachverarbeitet wird.

So ist etwa die Vergrößerung von Bildausschnitten möglich oder die Einstellung unterschiedlicher Kontraststärken.

Diese Nachverarbeitung ermöglicht die bessere Beurteilung von schlecht einsehbaren dichten Drüsenanteilen, die sichere Erfassung von kleinsten Verkalkungen (Mikrokalk) und die optimale Darstellung der Brustwarzenregion.

Die Digitale Mammographie wird von speziell hierfür ausgebildeten MTRA (Medizinisch-technische Radiologieassistenten) durchgeführt (QRR). Das Gerät wird endsprechend den Richtlinien bezüglich Dosis und Bildqualität regelmäßig von unserem Physiker als auch extern überprüft (QRR).

In unserer Praxis werden Mammographien mit suspekten Befunden von 2 Fachärzten ausgewertet, so erhöhen wir die Sicherheit unserer Diagnosen und vermeiden unnötige Operationen der Brust.

Wie wird eine Mammographie durchgeführt?

  • Nach Entkleidung des Oberkörpers führt Sie die Röntgenassistentin an das Gerät. Von jeder Brust werden Aufnahmen in unterschiedlichen Ebenen aufgenommen (meistens sind 4 Aufnahmen ausreichend). Die Brust wird auf dem Bildrezeptor aufgelegt, dann erfolgt eine "sanfte" Kompression. Die Kompression ist notwendig, um die Erkennung von Details zu verbessern und die Strahlenbelastung zu reduzieren. Der optimale Kompressionspunkt wird vom Gerät für jede Patientin individuell bestimmt, eine schmerzhafte Einengung wird vermieden; da die Bildaufnahme außerdem extrem schnell erfolgt, kann die Kompression um mindestens zwei Drittel der sonst üblichen Zeit verkürzt werden. Gerätesensoren messen dann die Dichte der Brust und wählen individuell die passende Röntgenröhrenkombination für einen optimalen Kontrast bei gleichzeitig geringer Strahlenbelastung aus. Der ganze Vorgang dauert nur wenige Sekunden. Durch diese präzise Messung gelingt jede Aufnahme, Wiederholungsaufnahmen sind nicht notwendig.

Das Ergebnis sowie die Notwendigkeit möglicher ergänzender Untersuchungen, Kontrollabstände, etc. werden im Anschluss ausführlich besprochen.

Wird die Aussagekraft der Mammographie durch den Zyklus beeinträchtigt? 

  • Zyklusbedingte Veränderungen des Brustdrüsengewebes bei Frauen im gebährfähigen Alter spiegeln sich auch in der Mammographie wieder; optimal ist ein Zeitpunkt ca. 7 bis 14 Tage nach der letzten Blutung.

 Ergänzende Untersuchungen:

  • In einigen Fällen wird die Mammographie durch eine Ultraschalluntersuchung (Sonographie) ergänzt, insbesondere Zysten können mit der Sonographie gut nachgewiesen und sicher von anderen Strukturen abgegrenzt werden.

Die Kernspintomographie (MRT) wird ebenfalls ergänzend bei der Diagnostik von Brusterkrankungen eingesetzt. Sie ist jedoch bestimmten Fragestellungen vorbehalten. Beide Verfahren können die Röntgenmammographie nicht ersetzen. So werden z. B. sehr kleine tumoröse Veränderungen mit einem Durchmesser von weniger als 0,5 cm mit der Sonographie nicht sicher erfasst. Mikroverkalkungen, die bei einigen bösartigen Tumoren ein typisches Bild aufweisen können, sind im Ultraschall und in der Kernspintomographie ebenfalls nicht darstellbar.

Kernspin-Tomographie, auch Magnet-Resonanz-Tomographie (MRT)

Die Kernspin-Tomographie, auch Magnet-Resonanz-Tomographie (MRT) genannt, ist eine diagnostische Technik zur Darstellung der inneren Organe und Gewebe mit Hilfe von Magnetfeldern und Radiowellen. Das technische Prinzip wurde 1946 von Bloch und Purcell unabhängig voneinander entdeckt und bald in Physik und Chemie angewandt. 1952 erhielten die beiden Wissenschaftler den Nobelpreis für ihre Entdeckung. Die Weiterentwicklung zu einer Technik in der Medizin, mit Hilfe derer Bilder erzeugt werden können, wurde im wesentlichen durch Lauterburg im Jahr 1973 vorangetrieben. Praktisch verfügbar ist das Verfahren seit 1984.

Wie funktioniert die Kernspin-Tomographie?

Die Kernspin-Tomographie ist ein Verfahren, das im Gegensatz zu einer Röntgenuntersuchung nicht mit Röntgenstrahlen, sondern mit Magnetfeldern und Radiowellen arbeitet. Für die Untersuchung wird der Patient in einen starken Magneten, eine 160 cm lange und 70 cm breite Röhre gefahren. Im Magnetfeld werden die Wasserstoffatome im zu untersuchenden Körperabschnitt, z. B. Kopf oder Kniegelenk, durch Hochfrequenzimpulse angeregt. Dieser Vorgang wird mit Empfangsspulen gemessen und vom Computer in Schnittbilder umgerechnet. Durch Variation der technischen Untersuchungsparameter werden Bilder mit unterschiedlichem Gewebekontrast erstellt. In Abhängigkeit von der Fragestellung und des zu untersuchenden Organsystem kommen spezielle Kernspinkontrastmittel zum Einsatz. 

Die folgenden Untersuchungen bieten wir in unserer Praxis an: 

  • MRT der Gefäße (MR-Angiographie): Hochauflösende Darstellung des gesamten Gefäßsystems 
  • MRT des Herzens (Kardio-MRT): Erfassung von Durchblutungsstörungen des Herzmuskels, Erkrankungen des Herzmuskels (Kardiomyopathien) und des Herzbeutels, Diagnostik von angeborenen Herzerkrankungen 
  • MRT der weiblichen Brust (MR-Mammographie) einschließlich kernspintomographisch gesteuerter Markierung auffälliger Areale vor geplanter Operation sowie kernspintomographisch geleiteter Probenentnahme aus suspekten Strukturen 
  • MRT des Zentral-Nervensystems (Gehirn, Rückenmark), der Wirbelsäule, des Brust- und Bauchraums, der Gelenke, der Knochen und Muskulatur 

 

Wie läuft die Kernspintomographie ab? 

 

  • Vor der Untersuchung müssen alle mitgeführten Metallteile (Geldbörse, lose Geldstücke, Schlüssel, etc.) Uhren, elektronische Geräte, Kreditkarten und andere Chipkarten abgelegt werden. Im Untersuchungsgebiet sollte auch kein Schmuck getragen werden. 
  • Nach Lagerung auf dem Untersuchungstisch wird, falls eine Kontrastmittelgabe notwendig ist, eine Verweilkanüle in eine Armbeugevene eingebracht. Zur Durchführung der Messung werden Sie in die ca. 70 cm breite und 160cm tiefe Öffnung des Kernspintomographen gefahren. 
  • Während der Untersuchung stehen Sie mit uns über eine Gegensprechanlage in ständigem Kontakt, Sie können sich außerdem jederzeit mit einer Alarmklingel bemerkbar machen. 

 

Welche Risiken bestehen bei der Kernspintomographie? 

 

  • In extrem seltenen Fällen kann es zu einer allergischen Reaktion auf das injizierte Kernspinkontrastmittel kommen: Meistens verlaufen diese Unverträglichkeitsreaktionen harmlos mit Juckreiz und Ausbildung kleiner Hautpusteln (Quaddeln). Diese Reaktionen bilden sich von selbst oder nach Gabe von Medikamenten (Anitallergika) wieder vollständig zurück. Schwer verlaufende allergische Reaktionen treten extrem selten auf. Patienten mit einer bekannten Allergie auf Röntgenkontrastmitteln vertragen die gadoliniumhaltigen Kernspinkontrastmittel im allgemeinem sehr gut. 
  • Die während der Untersuchung vom MRT erzeugten lauten Klopfgeräusche können durch einen Schallschutz abgeschwächt werden. 
  • Obwohl die Untersuchungsöffnung des MRT ausreichend Platz bietet, leiden manche Patienten unter Platzangst (Klaustrophobie). In den meisten Fällen kann die MRT aber nach intravenöser Gabe eines Beruhigungsmittels durchgeführt werden. Sie sollten den Termin dann mit einer Begleitperson wahrnehmen, da Sie nach der MRT für viele Stunden nicht aktiv am Straßenverkehr teilnehmen können. Bitte informieren Sie uns hierüber schon bei der Terminvergabe. 
  • Eine Strahlenbelastung ist nicht gegeben, da die MRT Bilder mittels starker Magnetfelder und Radiowellen erzeugt. 

 

Wer darf nicht mit der MRT untersucht werden? 

 

  • Während der Untersuchung liegt der Patient auf einer Liege im Gerät. Wichtig ist, dass er absolut ruhig liegt und gleichmäßig atmet, damit die Aufnahme nicht gestört wird. 
  • Träger von Herzschrittmachern, Biostimulatoren, Insulinpumpen, etc. 
  • Zustand nach Metallsplitterverletzungen (Granatsplitter, Schussverletzungen, Schweiß-oder Fräsverletzungen 
  • Patienten mit einer implantierten Herzklappe von Typ Starr-Edwards (andere Kunstklappen bereiten keine Probleme) 
  • Bei Patienten mit einem Zustand nach einer Gefäßoperation, insbesondere im Bereich des Gehirns, muss im Rahmen eines ausführlichen Aufklärungsgesprächs geklärt werden, ob die Untersuchung gefahrlos durchgeführt werden kann. 
  • Schwangere sollten nur in Ausnahmefällen untersucht werden 
  • Patienten mit einem Port, Gelenkersatz oder nach Operation von Frakturen mit Implantation von Metallteilen können meistens problemlos untersucht werden. Auch eine Spirale stellt kein Problem dar, der korrekte Sitz sollte jedoch nach der Kernspintomographie überprüft werden. 

 

Da die Vorbereitungszeiten je nach Fragestellung und Untersuchungsgebiet sehr unterschiedlich sind, planen Sie bitte ausreichend Zeit ein. 

Das Untersuchungsergebnis wird ausführlich besprochen, die Untersuchungsdaten werden auf Röntgenfilmen oder CD-ROM dokumentiert und Ihren Ärzten zur Verfügung gestellt.

Schmerztherapie Wirbelsäule (CT gesteuert)

Computertomographisch (CT) gesteuerte Schmerztherapie

Die Ursachen chronischer Rückenschmerzen sind unterschiedlich. In vielen Fällen werden sie durch einen Verschleiß (Spondylarthrosen) oder Blockierungen der Facettengelenke, einen Bandscheibenvorfall oder durch die Ausbildung von Narbengewebe infolge einer Bandscheibenoperation verursacht. Hierdurch kommt es zu einer Quetschung der Nervenfasern bzw. Nervenwurzeln im Rückenmarkskanal oder in den Nervenaustrittslöchern; je nach Höhenlokalisation kann es auch zu einer Schmerzausstrahlung in die Arme (Halswirbelsäule) oder Beine (Lendenwirbelsäule) kommen.

Weitere Beschwerden sind Missempfindungen und Taubheitsgefühle im Versorgungsgebiet des betroffenen Nerven. Vor Durchführung einer CT-gesteuerten Schmerztherapie der Wirbelsäule wird ein ausführliches Aufklärungsgespräch und eine Kernspin- oder Computertomographie durchgeführt, um andere Schmerzursachen auszuschließen und die exakte Lokalisation der Therapie zu planen.

CT-gesteuerte Infiltration der kleinen Wirbelgelenke:
  • Die Verbindung zwischen zwei Wirbeln besteht zum einen durch die Bandscheibe und zum anderen durch 2 kleine Gelenke. Diese Gelenke neigen auch schon bei jüngeren Menschen zum Verschleiß oder zu Blockierungen. Störungen dieser Art führen zur Reizung der schmerzsensiblen Fasern in der Gelenkkapsel und letztendlich zu Rückenschmerzen. Durch die CT-gesteuerte Infiltration werden schmerz- und entzündungshemmende Medikamente direkt in und an das entsprechende Wirbelgelenk injiziert.
CT-gesteuerte periradikuläre Therapie (PRT):
  • In Höhe jedes Bandscheibensegments der Wirbelsäule verlassen 2 Nervenwurzeln den Rückenmarkskanal, jeweils an beiden Seiten durch knöcherne Kanäle, die durch den Wirbelkörper und die kleinen Wirbelgelenke gebildet werden. Eine Beeinträchtigung dieser Nervenfasern durch knöcherne Strukturen im Rahmen einer Arthrose oder durch Bandscheiben- oder Narbengewebe führt zur Wurzelschwellung und damit verbundener weiterer Einengung. Durch die CT-gesteuerte Injektion schmerz- und entzündungshemmender Medikamente direkt an die Wurzel wird dieser Teufelskreis durchbrochen; die Wurzel schwillt ab und der Schmerz lässt nach.
Der Ablauf beider Therapien ist sehr ähnlich und wird zusammen besprochen:

 

  • Vorgespräch: Das Vor- bzw. Aufklärungsgespräch findet mindestens 24 Stunden vor der geplanten Therapie an einem Extratermin statt. Falls noch kein Kernspin oder eine CT des betroffenen Wirbelsäulenabschnitts durchgeführt wurde, erfolgt diese Untersuchung ebenfalls an diesem Termin.
  • Durchführung: Nach Lagerung auf dem Untersuchungstisch wird im zu therapierenden Wirbelsäulenabschnitt eine Messmarkierung aufgeklebt. Dann erfolgen einige orientierende CT-Schnitte und die Erfassung der Daten zur exakten Platzierung der Punktionsnadel; in manchen Fällen werden auch mehrere Nadeln in einer Sitzung appliziert. Nach Einbringung der Nadel(n) und Lagekontrolle mit dem CT, erfolgt eine Probeinjektion mit erneuter CT-Kontrolle der Verteilung im Zielareal. Dann werden die Medikamente (Gemisch aus Kortison und einem Lokalanästhetikum) präzise injiziert. Die Behandlung dauert etwa 15-20 Minuten.
  • Nachbehandlung: Bevor Sie nach Haus entlassen werden, bleiben Sie für 30-40 Minuten im Wartezimmer unter Überwachung.
  • Risiken und Nebenwirkungen: Ihr individuelles Risikoprofil wird im ausführlichen Aufklärungsgespräch erfasst. Die Einbringung der Punktionsnadeln ist im allgemeinen nicht schmerzhaft. Durch die eingespritzten Medikamente kann es direkt nach der Punktion zu einer vorübergehenden Muskelschwäche im Versorgungsgebiet des therapierten Nerven (z. B. Unterschenkel) kommen; die sichere Führung eines PKW ist dann nicht möglich.

Ultraschall

Ultraschall (Sonographie)

Die Bilderzeugung beim Ultraschall erfolgt durch die physikalische Wechselwirkung (Reflexion, Asorption, Brechung, etc.) der Schallwellen mit den Geweben des menschlichen Körpers.

Leber, Milz, Nieren, Bauchspeicheldrüse, Schilddrüse, Gebärmutter, flüssigkeitsgefüllte Organe wie die Gallenblase, Harnblase, Lymphknoten und das Brustgewebe sind besonders für die Untersuchung mit Ultraschall geeignet. Durch eine entsprechende Haltung des Schallkopfes können Schnittbilder in verschiedenen Ebenen dargestellt werden.

Für die Untersuchung der Brustdrüse setzen wir in unseren Praxis einen speziellen hochauflösenden Schallkopf ein.

Vor einer Untersuchung der Bauchorgane sollten Sie bitte nüchtern bleiben.

Weitere detaillierte Informationen finden Sie auch auf der Seite www.gesundheits-lexikon.com

 

Nuklearmedizinische Untersuchungen

Atmungssysteme

Lungenszintigraphie 
  • Ventilation
  • Perfusion

Dauer: 2 Stunden

Vorbereitung: keine Vorbereitung notwendig, kurzfristige Durchführung der Untersuchung


Die regionalen Belüftungsverhältnisse der Lunge lassen sich mit einer Lungenventilationsszintigraphie oder einer Lungeninhalationsszintigrafie bildlich darstellen und auch quantifizieren. Für die Ventilationsszintigraphie atmet der Patient ein Gasgemisch ein, das eine radioaktive Komponente enthält. Dabei wird üblicherweise ein Aerosol mit 99mTechnetium markierten Partikeln verwendet, das zwar nicht so tief in das Bronchialsystem eindringen kann wie ein Gas, bei erheblich niedrigerem technischen Aufwand aber vergleichbare Untersuchungsergebnisse zeigt. Mit einer Gammakamera werden dann dreidimensionale Bilder in SPECT-Technik angefertigt.

In der Lungenperfusionsszintigraphie werden die Durchblutungsverhältnisse der Lunge bildlich dargestellt. Sie lassen sich ebenfalls regional quantifizieren. Hierbei werden mit 99mTechnetium markierte partikel intravenös injiziert. Diese Partikel führen zu multiplen Mikroembolien in den durchbluteten Lungenabschnitten, welche aber aufgrund der geringen Stoffmenge hämodynamisch nicht wirksam sind. Die Aufnahmen erfolgen wiederum in SPECT-Technik.

Wann wird die Untersuchung veranlasst?

Die häufigste Indikation zur Lungenszintigrafie ist der Verdacht einer Lungenembolie. Hierbei wird üblicherweise mit geringer Radioaktivität eine Untersuchung der Belüftung durchgeführt, anschließend mit etwas höherer Aktivität die Lungenperfusionsszintigraphie. Beide Aufnahmen werden miteinander verglichen. Finden sich Areale, die zwar gut belüftet, aber schlecht durchblutet sind, so muss der Befund als Lungenembolie interpretiert werden. Finden sich Lungenabschnitte, die sowohl schlecht belüftet, als auch schlecht durchblutet sind, so können zum Beispiel Atelektasen oder Infiltrate durch eine Lungenentzündung vorliegen. Areale mit schlechter Belüftung, aber guter Durchblutung finden sich zum Beispiel bei einer chronisch obstruktiven Lungenerkrankung. Im günstigsten Fall liegt bei der Befundung der Lungenszintigraphie ein Röntgenbild der Lunge vor.

Seltener wird die Lungenperfusionsszintigraphie zur Abschätzung der postoperativen Lungenfunktion vor einer geplanten Lungen-Teilresektion durchgeführt.

Kontraindikationen:

Eine Schwangerschaft gilt mit wenigen Ausnahmen als absolute Gegenanzeigen für nuklearmedizinische Untersuchungen, Stillzeit als relative Kontraindikation. Nach einer Lungenszintigraphie soll die Stillende für 48 Stunden die Milch abpumpen und verwerfen.

Untersuchungsablauf:

In der Regel wird die kombinierte Untersuchung von Ventilation und Perfusion durchgeführt.

Ventilationsszintigraphie:
  • Inhalation des Aerosol über eine Dauer von 10 Minuten in aufrechter Position über ein Mundstück bei verschlossener Nase
  • Aufnahmen in 6 Richtungen
  • Perfusionsszintigraphie:
  • Injektion eines schwach Radioaktiven Stoffes in die Armvene
  • mehrfach tief durchatmen
  • Aufnahmen in 6 Richtungen
Strahlenexposition:

Die Strahlenexposition für den Patienten bei einer Lungenszintigraphie ist relativ gering. Sie liegt mit 1,5 mSv für eine typische Untersuchung mit Lungeninhalations- und Lungen-perfusionsszintigraphie, die jeweils mit 99mTechnetium durchgeführt werden, zwar oberhalb derjenigen für ein Röntgenbild der Lunge in zwei Ebenen, aber deutlich unterhalb derjenigen für eine Computertomographie des Thorax.

Entzündungen

LeukoScan

Dauer: 3–6 Stunden

Vorbereitung: Vorgespräch

Ein Antikörper ist eine vom Körper produzierte natürliche Substanz, die sich an Fremdsubstanzen bindet, um diese aus Ihrem Körper zu entfernen. Sie selbst produzieren eine Vielzahl von Antikörpern. LeukoScan ist ein spezifischer Antikörper, der sich an die Oberfläche bestimmter Blutzellen, Leukozyten genannt, bindet. Wenn dieser Antikörper mit dem radioaktiven Isotop Technetium gemischt und in die Vene injiziert wird, erkennt er eine abnorme Ansammlung von weißen Blutzellen und bindet sich daran.

Was ist die Indikation für diese Untersuchung? 
  • Darstellung entzündlicher Prozesse mittels in vivo Darstellung von Granulozyten
  • Knochenmarksdarstellung 
Wie ist der Ablauf der Untersuchung?

Zur Darstellung der Entzündung werden Aufnahmen 4 und gegebenenfalls 24 Stunden nach Injektion Aufnahmen gemacht. Dazu fährt die Gamma-Kamera Sie einmal von Kopf bis Fuß ab und im Anschluss daran werden Einzelaufnahmen von Thorax und Abdomen gemacht.

Wie wird die Untersuchung vertragen?

Wie alle Arzneimittel kann LeukoScan Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen. In seltenen Fällen wurde über Nebenwirkungen berichtet. Dazu gehören ein leichter Anstieg der Anzahl bestimmter weißer Blutzellen, Eosinophilen genannt und Hautausschlag.

Der Antikörperanteil des LeukoScans kann es unter Umständen eine schwerwiegende allergische Reaktion hervorrufen. Sie werden daher für kurze Zeit nach der Verabreichung des Arzneimittels unter Beobachtung stehen.

Falls Sie jemals LeukoScan oder ein anderes Präparat aus Maus-Antikörpern erhalten haben, informieren Sie uns vor der Untersuchung.

Ein Einfluss auf das Autofahren oder die Benutzung von Maschinen liegt nicht vor.

Ist die Untersuchung mit einer Strahlenbelastung verbunden?

Da die Substanz radioaktiv markiert ist, ist die Untersuchung mit einer (sehr kleinen) Strahlenbelastung verbunden (effektive Dosis: 8,0 mSv/750 MBq)

Muss man für die Untersuchung nüchtern sein?

Sie müssen für die Untersuchung nicht nüchtern sein.

Wann kann die Untersuchung nicht durchgeführt werden?

Wenn Sie schwanger sind, kann die Untersuchung nicht durchgeführt werden, um die Leibesfrucht nicht zu gefährden. Bei stillenden Müttern kann die Untersuchung grundsätzlich durchgeführt werden. Hier ist jedoch eine Stillpause von mindestens 24 Stunden erforderlich.

Herz- Kreislaufsysteme

Myokardszintigraphie 

  • Stressuntersuchung (mit Fahrradergometrie oder Adenosin)
  • Ruheuntersuchung

Dauer: 2 - 5 Stunden

Vorbereitung: 4Stunden vor der Untersuchung nüchtern, Medikamenteund fettreiches Essen mitbringen, keine koffeinhaltigen und / oder alkoholischen Getränke während des gesamten Untersuchungstages


Die Myokardszintigraphie ist ein bildgebendes Verfahren zur Darstellung der Durchblutung des Herzmuskels. Sie dient zur Beantwortung der Fragen, ob eine koronare Herzkrankheit (Verengung der Herzkranzgefäße) vorliegt und ob eine Koronarangiographie (Herzkatheter-Untersuchung) erforderlich ist, oder ob diese dem Patienten erspart werden kann.

Nach einem abgelaufenen Infarkt kann die Myokardszintigraphie Hinweise auf weitere gefährdete Gebiete geben und zwischen einer Narbe oder Ischämie (Minderdurchblutung) unterscheiden.

Zuletzt ermöglicht sie eine nicht-invasive Therapie- und Verlaufskontrolle. Hier dient sie der Erfolgsbeurteilung einer medikamentösen Therapie, aber auch der Funktionsüberprüfung von dilatierten Herzkranzgefäßen oder von Stents und Bypässen.

Üblicherweise wird eine Myokardszintigraphie zunächst wie bei einem Belastungs-EKG unter einer fahrradergometrischen oder ersatzweise pharmakologischen Belastung des Herzens durchgeführt. Nach ausreichender Belastung wird ein Radiopharmakon injiziert. 45-90 Minuten später können dann Aufnahmen der Durchblutung des Myokards erstellt werden. Ist die Durchblutung unter Belastung regelrecht, ist die Untersuchung beendet. Eine Durchblutungsstörung des Herzens liegt dann nicht vor.

Zeigt sich hingegen eine Minderdurchblutung des Herzmuskels, schließt sich eine Ruheuntersuchung an, d.h. die Durchblutung des Herzmuskels unter Ruhebedingungen wird dargestellt. Die beiden Studien werden dann miteinander verglichen. Normalisiert sich die Durchblutung des Herzmuskels in Ruhe, so ist eine Herzkranzgefäßverengung, Bypassfehlfunktion oder anderweitige Durchblutungsstörung zu vermuten.

Eine besondere Vorbereitung auf die Myokardszintigraphie ist im Gegensatz zu vielen anderen Szintigraphien erforderlich! Sie müssen am Untersuchungstag nüchtern sein, dürfen keine koffeinhaltige Getränke und auch keine Herzmedikamente eingenommen haben. Sie sollten ein fetthaltiges Essen mitbringen und nach Aufforderung zu sich nehmen, damit die Darstellung der Herzdurchblutung durch die umgebenden Organen nicht gestört wird.

Eine Schwangerschaft muss bei Frauen im gebärfähigen Alter ausgeschlossen sein, nach Möglichkeit sollte nicht gestillt werden.

Was ist das Ziel der Untersuchung?
  • Darstellung der regionalen Durchblutung der Muskulatur der linken Herzkammer in Ruhe und unter Belastung.
Wann wird die Untersuchung veranlasst?
  • Verdacht auf Herzkranzgefäßverengungen
  • Überprüfung der Belastbarkeit und / oder Behandlungsbedürftigkeit
  • Kontrolle des Krankheitsverlaufes und Erfolgskontrolle der Behandlung
Wie können Sie sich auf die Untersuchung vorbereiten?
  • Absetzen folgender Medikamente nach Absprache mit dem Kardiologen: Kalzium-Antagonisten und Nitro-Präparate am Vortag sowie Beta-Blocker 2-3 Tage vorher
  • Am Untersuchungstag nüchtern erscheinen und keine Herzmedikamente einnehmen
  • Bitte bringen Sie eine fettreiche Mahlzeit (z.B. Wurstbrötchen oder Schokolade) zur Untersuchung mit 
Dauer der Untersuchung:
  • Belastungs- und Ruheaufnahme dauern jeweils 2-3 Stunden.
Untersuchungsablauf:
Belastungsaufnahme:
  • Erfragen der (kardiologischen) Krankheitsgeschichte (Anamnese)
  • Information zu Nebenwirkungen und Komplikationen sowie Einverständniserklärung
  • Fahrradergometrische Belastung mit EKG- und Blutdruckkontrolle
  • Injektion des radioaktiven Stoffes über eine Armvene bei Höchstbelastung (Injektion über eine Verweilkanüle)
  • Einnahme der mitgebrachten fettreichen Mahlzeit
  • ca. 45min nach Injektion Aufnahmen über ca. 30 Minuten Dauer
  • falls eine körperliche Belastung nicht möglich ist, besteht die Möglichkeit der medikamentösen Belastung mit Adenosin mit einer Infusion über 6 Minuten. Das weitere Vorgehen ist vergleichbar mit dem oben genanntem Ablauf
Ruheaufnahme:
  • Injektion des radioaktiven Stoffes in Ruhe
  • Einnahme der wieder mitgebrachten fettreichen Mahlzeit
  • 90min nach Injektion erneute Aufnahmen ca. 30 min.
  • Befundbesprechung; die schriftliche Befundmitteilung für den zuweisenden Arzt erfolgt schnellstmöglich 
Radiopharmakon / Applikationsform:
  • Tc-99m Myoview / Cardiolite / CardioSpect (250 – 1000 MBq)
  • Injektion in die Armvene
Strahlenexposition:
  • Bei Belastung und Ruhe: 5,0 mSv

Magen- Darmtrakt

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Nervensystem

DaTSCAN

Dauer: 3 - 6 Stunden

Vorbereitung: Vorgespräch, Liste der einzunehmenden Medikamente mitbringen


Beim Morbus Parkinson gehen Nervenzellen (med. Neurone) in der so genannten  Substantia nigra  im  Mittelhirn  zugrunde. Beim Gesunden  senden  diese  Zellen  so  genannte Nervenfasern (med. Axone)  zum  „Streifenkörper“ (med. Corpus  striatum oder kurz Striatum). Dort  übertragen sie ihre Informationen über elektro-chemische Kopplungen von der präsynaptischen Seite über einen mikroskopisch kleinen Spalt (med. Synapse) auf die postsynaptische, die zur nächsten Nervenzelle in den zentralen Hirnstrukture  des Striatum gehört.

Eine Vielzahl von Stammganglienerkrankungen zeigen nun ähnliche Symptome wie der Morbus Parkinson, nämlich Rigor, Tremor und Akinesie. Hierunter fallen z. B. Multisystematrophien (MSA), essentieller Tremor  (ET) und andere. Man fasst diese Erkrankungen daher unter dem Begriff der Parkinsonsyndrome zusammen. Andererseits ist bekannt, dass bei den verschiedenen Erkrankungen unterschiedliche Anteile der oben beschriebenen Signalübertragung betroffen sind.

Zeigen die verschiedenen Krankheitsbilder, die als Parkinsonsyndrome zusammengefasst werden, ähnliche Symptome, dann ist auch bei sorgfältiger neurologischer Untersuchung eine sichere Differentialdiagnose nicht immer möglich.

Eine sichere Diagnosestellung ist jedoch erforderlich, damit der Neurologe die am besten angepasste Therapie auswählen kann.

Gerade an dieser Stelle kann eine Bildgebung mit nuklear-medizinischen Methoden häufig in der Eingrenzung der zugrunde liegenden Erkrankung helfen.

Die Darstellung des präsynaptischen Dopamin-Transporters (DAT) mit einem Dopamin-Transporterliganden (DaTSCANTM) erlaubt, die Dichte der Dopamin-Transporter im präsynaptischen Anteil bildhaft darzustellen und damit zu unterscheiden, ob eine „organische“ Störung oder ein so genannter essentieller Tremor vorliegt. Bei einem normalen Ergebnis kann ein Parkinsonsyndrom mit einer sehr hohen Wahrscheinlichkeit von 97% ausgeschlossen und im Umkehrschluss von einem essentiellen Tremor ausgegangen werden.

Was ist der Zweck der Untersuchung?

Bei dieser Hirn-Szintigraphie kann die Funktionsfähigkeit bestimmter Nervenverbindungen (so genannter präsynaptischer Dopamin-Transporter) überprüft werden.

Was ist die Indikation für diese Untersuchung?

Die Untersuchung kann angezeigt sein bei der Abgrenzung von Parkinsonsyndromen (z. B. Morbus Parkinson, MSA, progressive supra-nukleare Blicklähmung PSP) vom essentiellen Tremor. Bei  einem normalen Ergebnis kann ein Parkinsonsyndrom zu 97% ausgeschlossen werden. Bei einem pathologischen Ergebnis kann eine Szintigraphie mit IBZM angeschlossen werden.

Wie ist der Ablauf der Untersuchung?

Ihnen wird eine geringe Menge einer radioaktiven Substanz injiziert. Die Substanz reichert sich im Laufe von 3 Stunden in den zentralen Hirngebieten (dem so genannten Striatum) an. Nach etwa 3 Stunden werden Aufnahmen im Liegen durchgeführt. Sie erfolgen mit einem Gerät, das sich in ca. 45 Minuten langsam um Ihren Kopf dreht. Die Auswertung erfolgt nach Anfertigung aller Aufnahmen. Insgesamt sollten somit 5 Stunden für die Untersuchung eingeplant werden.

Wie wird die Untersuchung vertragen?

Die verwendeten Substanzen werden in der Regel gut vertragen, Nebenwirkungen (z. B. Kopfschmerzen, Schwindel, verstärkter Appetit) und allergische Reaktionen sind sehr selten.

Ist die Untersuchung mit einer Strahlenbelastung verbunden?

Da die Substanz (der Dopamin-Transporterligand) radioaktiv markiert ist, ist die Untersuchung mit einer (sehr kleinen) Strahlenbelastung verbunden. Sie ist etwa so groß wie die anderer radiologischer Untersuchungsverfahren, z. B. einer Computertomographie (3-5mSv).

Muß man für die Untersuchung nüchtern sein?

Sie müssen für die Untersuchung nicht nüchtern sein.

Können Medikamente die Untersuchung beeinträchtigen?

Einige Medikamente beeinflussen den Dopamin-Transporter. Fragen Sie vor der Untersuchung Ihren Neurologen, ob Medikamente eventuell abgesetzt werden müssen. Bringen Sie bitte zu der Untersuchung eine Liste aller Medikamente mit, die Sie einnehmen.

Wann kann die Untersuchung nicht durchgeführt werden?

Wenn Sie schwanger sind, kann die Untersuchung nicht durchgeführt werden, um die Leibesfrucht nicht zu gefährden. Bei stillenden Müttern kann die Untersuchung grundsätzlich durchgeführt werden. Hier ist jedoch eine Stillpause von mindestens 4 Tagen erforderlich.

Schilddrüse

Schilddrüsendiagnostik

  • Anamnese
  • Ultraschall (Sonographie)
  • Laborwerte
  • Szintigraphie
  • Szintigraphie mit Mibi
  • Feinnadelpunktion (FNP)

Dauer: 1–2 Stunden

Vorbereitung: keine Vorbereitung notwendig

Anamnese:

Am Anfang der Schilddrüsen-Untersuchung steht die Anamnese. Hierbei werden einerseits die für den Patienten im Vordergrund stehenden Beschwerden aufgenommen. Es wird aber auch gezielt nach bestimmten Vorerkrankungen, Beschwerden und vorhergehender Behandlung gefragt.

Ultraschall (Sonographie):

Schon durch eine Ultraschalluntersuchung Ihrer Schilddrüse erhalten wir wertvolle Informationen zur Klärung des Krankheitsbildes. Neben der Größe der Schilddrüse stellen wir die Struktur des Schilddrüsengewebes fest und suchen gezielt nach Knoten.

Laborwerte:

Nach einer Blutentnahme schicken wir die Blutproben zu unserem praxiseigenem Labor. In diesem Speziallabor können wir neben den Schilddrüsenhormonen T3, T4 und dem schilddrüsenstimulierendem Hormon TSH verschiedene Entzündungswerte und Tumormarker bestimmen.

Szintigraphie:

Die Schilddrüsenszintigraphie erlaubt die Beurteilung der regionalen und globalen Funktion der Schilddrüse. Für diese Untersuchung wird Ihnen eine geringe Menge einer schwach radioaktiven Jod-ähnlichen Substanz (Tc-99m Pertechnetat) intravenös verabreicht. Bedingt durch eine kurze Halbwertszeit von sechs Stunden und einer Ausscheidung über den Urin ist die Substanz nach einem Tag fast vollständig verarbeitet und erzeugt insgesamt mit 0,9 mSv eine geringe Strahlendosis. Während der 15 minütigen Wartezeit reichert sich die Substanz je nach Funktion Ihrer Schilddrüse an. Im Anschluss bitten wir Sie zu einer fünfminütigen Aufnahme Ihrer Schilddrüse.

Szintigraphie mit Mibi:

Bei suspekten Schilddrüsenknoten ist eine weitere Abklärung erforderlich. Wenn Sie eine Feinnadelpunktion vermeiden möchten kann vorerst eine Szintigraphie mit Mibi durchgeführt werden. Je nach Ergebnis ist eine Punktion dann ggf. nicht mehr erforderlich.

Feinnadelpunktion (FNP):

Besteht nach den Voruntersuchungen weiterhin der Verdacht eines bösartigen Schilddrüsenknotens kann eine Punktion entsprechenden Schilddrüsengewebes durchgeführt werden. Dazu wird eine feine Nadel unter Ultraschallkontrolle an den suspekten Knoten geführt und eine Zellprobe zur histologischen Beurteilung entnommen.


Untersuchungsablauf:

Da die Schilddrüse direkt unter der Haut liegt, wird eine Feinnadelpunktion mit einer Spritze und Kanüle vorgenommen, die Sie von einer Blutentnahme kennen. Nach Desinfektion der Haut wird die feine Nadel durch die Haut in die Schilddrüse vorgeschoben. Unter sonographischer Kontrolle wird die feine Nadel nun in jenen Teil der Schilddrüse vorgeschoben, der untersucht werden soll. Nachdem mittels Ultraschall kontrolliert wurde, ob die richtige Stelle erreicht ist, wird aus diesem Gebiet durch die Nadel eine Probe aus Zellmaterial angesaugt. Nach Entfernen der Nadel genügt ein leichter Druck mit einem Wattetupfer über eine Zeitspanne von 20 Minuten auf die Punktionsstelle.

Skelett und Knochen

Knochenszintigraphie

Dauer: 3 - 6 Stunden

Vorbereitung: keine Vorbereitung notwendig


Die Skelettszintigraphie ist ein diagnostisches bildgebendes Verfahren, welches die Verteilung eines Radiopharmazeutikums in planarer und gegebenenfalls auch tomographischer Technik wiedergibt.

Bei der Ganzkörperskelettszintigraphie werden Aufnahmen des Achsenskeletts in anteriorer und posteriorer Sicht erstellt.

Die Teilkörperskelettszintigraphie bildet nur Abschnitte des Skeletts ab.

Die Knochen-SPECT erzeugt Schnittbilder einzelner Skelettabschnitte.

Die Mehrphasen-Skelettszintigraphie setzt sich üblicherweise aus Perfusions-, Blutpool- und Spätaufnahmen zusammen. Die Perfusionsuntersuchung stellt anhand einer raschen Folge planarer Szintigramme, die unmittelbar nach Injektion aufgezeichnet werden, den Blutfluss im interessierenden Körperabschnitt dar. Die Blutverteilung dieses Bereichs wird durch ein oder mehrere planare Szintigramme erfasst, die 2-5 Minuten nach Injektion aufgezeichnet werden. Alternativ bzw. ergänzend kann durch einen schnellen Ganzkörper-Scan auch die Verteilung des regionalen Blutvolumens im gesamten Körper erfasst werden.

Die Spätaufnahmen können sich auf interessierende Körperabschnitte oder aber das gesamte Skelett erstrecken. Sie werden 2-8 Stunden nach Injektion aufgezeichnet. Bei Bedarf können zusätzliche Spätaufnahmen bis 24 Stunden nach der Injektion erstellt werden.

Wann wird die Untersuchung veranlasst?

Da metabolische Veränderungen morphologischen Befunden üblicherweise vorausgehen, kann die Skelettszintigraphie pathologische Befunde oft früher entdecken als dies durch andere Untersuchungen (z.B. konventionelle Röntgenaufnahmen) möglich ist. Überdies erlaubt die Ganzkörperskelettszintigraphie eine Beurteilung des gesamten Skeletts.

Im folgenden wird eine unvollständige Liste klinischer Situationen wiedergegeben, in denen eine Skelettszintigraphie indiziert sein kann:

  • Maligne Tumoren und Metastasen
  • Unerkannte Frakturen
  • Osteomyelitis
  • Avaskuläre Nekrosen
  • Arthritiden
  • Algodystrophie (M. Sudeck)
  • Knocheninfarkte
  • Vitalität von Knochentransplantaten
  • Unklare Knochenschmerzen
  • Beurteilung des regionalen Knochenstoffwechsels vor einer Schmerztherapie mit osteotropen Radiopharmaka
Wie können Sie sich auf die Untersuchung vorbereiten?
  • mindestens einen Liter Flüssigkeit zwischen Injektion und Spätaufnahmen zu sich nehmen
  • vor Aufnahmebeginn die Harnblase entleeren
  • nach der Untersuchung noch für mindestens 24 Stunden reichlich trinken 
Notwendige Vorabinformation:
  • Fragestellung
  • Anamnese bezüglich Frakturen/Traumata, Osteomyelitis, Arthritis, Weichteilinfekte, Ödeme, maligne Tumoren, metabolische Knochenerkrankungen, Funktionsstörungen von Körperteilen
  • Aktuelle Symptome
  • Kurz zurückliegende nuklearmedizinische Untersuchungen
  • Befunde früherer Skelettszintigraphien
  • Befunde bildgebender Voruntersuchungen (z. B. konventionelles Röntgen, CT, MRT)
  • Frühere orthopädische oder nicht-orthopädische Operationen
  • Wichtige Laborergebnisse
  • Anatomische oder funktionelle Auffälligkeiten der Nieren 
Vorsichtsmaßnahmen/Kontraindikationen:
  • Bei Vorliegen einer Schwangerschaft ist die Skelettszintigraphie nicht grundsätzlich kontraindiziert. Die Indikationsstellung muss jedoch sehr streng erfolgen und auf einer individuellen Abwägung zwischen dem erwarteten Nutzen und dem theoretischen Strahlenrisiko durch die Untersuchung basieren.
  • Bei Frauen in der Stillphase sollte das Stillen für 48 Stunden unterbleiben.

Tumorleiden

MIBG-Scan

Dauer: Die Untersuchung kann über 2 Tage gehen; der Patient darf in der Zwischenzeit nach Hause

Vorbereitung: Vorgespräch


Der MIBG-Scan ist eine nuklearmedizinische Untersuchung zum Nachweis neuroendokriner Tumoren. J123-MIBG ist ein Noradrenalin-Analogon und wird in den chromaffinen Granula des Nebennierenmarks gespeichert. J123-MIBG wird durch zwei unterschiedliche Mechanismen zellulär aufgenommen. Bei der Typ 1 Aufnahme handelt es sich um einen aktiven von Energie und Natriumkonzentration abhängigen Prozess mit einer hohen Affinität aber einer geringen Kapazität. Bei derTyp 2 Aufnahme handelt es sich um eine passive Diffusion, die von der Natriumkonzentration unabhängig ist und keine Sättigung zeigt.

Was ist die Indikation für diese Untersuchung?

Mittels der Nebennierenmarks-Szintigraphie mit J123-MIBG können Tumoren des Nebennierenmarks untersucht werden. Im Nebennierenmark werden die sogenannten Stresshormone Adrenalin und Noradrenalin synthetisiert. Die vom Nebennierenmark ausgehenden Tumoren sind überwiegend bösartig (Neuroblastom, Phäochromozytom)

Wie ist der Ablauf der Untersuchung?

Es wird eine geringe Menge an 123J-meta-Jodobenzylguanidin (MIBG) injiziert. Nach etwa 4 und 24 Stunden werden Ganzkörper-Aufnahmen im Liegen durchgeführt. Dazu fährt die Gamma-Kamera Sie einmal von Kopf bis Fuß ab und im Anschluss daran werden Einzelaufnahmen von Thorax und Abdomen gemacht.

Wie wird die Untersuchung vertragen?

Als Nebenwirkungen der Untersuchung können Tachykardie , Palpitationen und ein vorübergehender Blutdruckanstieg auftreten. Desweiteren können Überlkeit , Erbrechen, Diarrhoen und Bauchkrämpfe beobachtet werden.

Ist die Untersuchung mit einer Strahlenbelastung verbunden?

Da die Substanz radioaktiv markiert ist, ist die Untersuchung mit einer (sehr kleinen) Strahlenbelastung verbunden (effektive Dosis: 4.8 mSv/370 MBq)

Muss man für die Untersuchung nüchtern sein?

Sie müssen für die Untersuchung nicht nüchtern sein.

Wann kann die Untersuchung nicht durchgeführt werden?

Wenn Sie schwanger sind, kann die Untersuchung nicht durchgeführt werden, um die Leibesfrucht nicht zu gefährden. Bei stillenden Müttern kann die Untersuchung grundsätzlich durchgeführt werden. Hier ist jedoch eine Stillpause erforderlich.


OctreoScan

Dauer: Die Untersuchung kann über 3 Tage gehen; der Patient darf in der Zwischenzeit nach Hause

Vorbereitung: Vorgespräch, Sandostatin 24 Stunden vor der Injektion absetzen


Hormonell aktive (symptomatische) gastro-entero-pankreatische (GEP-)-Tumore können mit bildgebenden Verfahren wie Sonographie, Endoskopie, CT oder MRT schwer nachweisbar sein.

Da die meisten GEP-Tumoren an Ihrer Zelloberfläche Somatostatinrezeptoren exprimieren, können sie mit der Somatostatin-Rezeptor-Szintigraphie lokalisiert werden.

Was ist die Indikation für diese Untersuchung? 
  • Lokalistaionsdiagnostik bei GEP-Tumoren (z.B.: Karzinoid, Gastrinom, Insulinom)
  • Differentialdiagnose von Meningeom versus Neurinom
  • C-Zellkarzinom der Schilddrüse
  • Merkelzelltumor der Haut
  • Aktivitätsbestimmung bei endokriner Orbitopathie
Wie ist der Ablauf der Untersuchung?

Es wird eine geringe Menge In-111-Octreotid injiziert. Nach etwa 4 und 24 Stunden, eventuell auch 48 Stunden, werden Aufnahmen im Liegen durchgeführt. Dazu fährt die Gamma-Kamera Sie einmal von Kopf bis Fuß ab und im Anschluss daran werden Einzelaufnahmen von Thorax und Abdomen gemacht.

Wie wird die Untersuchung vertragen?

Die verwendeten Substanzen werden in der Regel gut vertragen, Nebenwirkungen (z. B. Kopfschmerzen, Schwindel, verstärkter Appetit) und allergische Reaktionen sind sehr selten.

Ist die Untersuchung mit einer Strahlenbelastung verbunden?

Da die Substanz radioaktiv markiert ist, ist die Untersuchung mit einer (sehr kleinen) Strahlenbelastung verbunden (effektive Dosis: 0,054 mSv/MBq)

Muss man für die Untersuchung nüchtern sein?

Sie müssen für die Untersuchung nicht nüchtern sein.

Können Medikamente die Untersuchung beeinträchtigen?
  • Sandostatin 24 h vor Injektion absetzen
  • Vor Aufnahmen Blase entleeren
Wann kann die Untersuchung nicht durchgeführt werden?

Wenn Sie schwanger sind, kann die Untersuchung nicht durchgeführt werden, um die Leibesfrucht nicht zu gefährden. Bei stillenden Müttern kann die Untersuchung grundsätzlich durchgeführt werden. Hier ist jedoch eine Stillpause von mindestens 7 Tagen erforderlich.

Urogenitalsystem

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Sonstige

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Nuklearmedizinische Therapien

Zevalin-Therapie

Zevalin-Therapie

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Schmerztherapie

Schmerztherapie

Samarium-Therapie

Eine Samarium-Therapie ist eine palliative Schmerzlinderung mittels Radionukliden bei Knochenschmerzen infolge von Knochenmetastasen.

Was ist die Indikation für diese Therapie?

Knochenschmerzen infolge von multilokulären Metastasen, wenn: 

  • eine Einschränkung der Lebensqualität durch die ossäre Schmerzsymptomatik gegeben ist
  • Opiate zur Kontrolle der Schmerzsymptomatik erforderlich sind 
  • eine Unverträglichkeit oder geringe Wirksamkeit von Analgetika vorliegt Voraussetzung ist eine hohe osteoblastische Aktivität, die mit der Skelettszintigraphie nachgewiesen sein muss.
Wann kann die Therapie nicht durchgeführt werden?

Absolute Kontraindikation:

  • Schwangerschaft, Laktation 
  • ausgeprägte Rückenmarkkompression durch lokale Metastasen
  • ausgeprägte Knochenmarkdepression (2.400 Leukozyten (entspr.2.4 G/l oder 2,4/nl)); 60.000 Thrombozyten (entspr. 60 G/l oder 60/nl))
  • Niereninsuffizienz  

Relativ Kontraindikation:

  • Inkontinenz 
  • Gefahr einer pathologischen Fraktur
  • disseminierte intravaskuläre Koagulopathie  

Bei einer relativen Kontraindikation sollte die Radionuklidtherapie nur mit anderen therapeutischen Maßnahmen durchgeführt werden, um mögliche Komplikationen zu vermeiden.

Was ist das Pathophysiologisches Prinzip?

Bei der palliativen Schmerztherapie kommen osteotrophe Radiopharmaka, z.B. radioaktiv markierte Phosphonate, zum Einsatz. Bis zu 80% der applizierten Aktivität wird in die stoffwechselaktiven Knochenumbauzonen eingelagert.

Die nicht gebundene Aktivität wird zu Beginn vermehrt über die Nieren ausgeschieden (80 – 90% innerhalb von 48 Stunden).    

Wie ist der Ablauf der Therapie?

Es wird eine geringe Menge Samarium(Sm-153)-EDTMP injiziert. Nach etwa 6 Stunden wird eine Ganzkörperaufnahmen im Liegen durchgeführt. Dazu fährt die Gamma-Kamera Sie einmal von Kopf bis Fuß ab.

Wie wird die Therapie vertragen?

Häufige Nebenwirkungen:

  • Vorübergehende Zunahme der Schmerzen („Flare“-Phänomen) als Folge lokaler Gewebsödeme, möglicherweise infolge hoher lokaler Dosen im Tumor
  • Möglichkeit einer Myelodepression, Absinken der Leukozyten- und Thrombozytenzahlen um 30 – 70% des Ausgangswertes und damit verbundene Infektions- oder Blutungsgefahr; Knochenmarkverdrängung durch Tumorgewebe, Chemotherapie, externe Strahlentherapie, sowie systemische Radionuklidtherapie können eine additive Wirkung auf das blutbildende Knochenmark haben.
Ist die Therapie mit einer Strahlenbelastung verbunden?

Da die Substanz radioaktiv markiert ist, ist die Untersuchung mit einer (sehr kleinen) Strahlenbelastung verbunden (effektive Dosis: 0.38 mSv/MBq  )

Muss man für die Untersuchung nüchtern sein?

Sie müssen für die Untersuchung nicht nüchtern sein.

Was muss bei der Therapie beachtet werden?

Sie sollten in den ersten Tagen vermehrt zu trinken und die Harnblase häufiger entleeren; dabei sollte eine Verunreinigung der Unterwäsche und der Toilette vermieden werden; ein Urinieren im Sitzen wird geraten. Die Wäsche sollte eventuell gesondert gewaschen werden. Außerdem sollten Sie nach dem Urinieren die Hände sehr sorgfältig waschen und das Toilettenbecken zweifach spülen.

 

Strahlentherapeutische Behandlungsmethoden

Kontakttherapie (Brachytherapie, Afterloading)

Im Gegensatz zur perkutanen Therapie, wo man "aus der Entfernung" behandelt, wird bei der Brachytherapie eine Strahlenquelle ganz in die Nähe des Tumors gebracht. Daher der Name "Brachy" (kurz) – Therapie. Früher wurden strahlende Quellen mit der Hand appliziert, heutzutage verwendet man leere, inaktive Behälter, sog. Applikatoren. Diese Applikatoren werden erst ins Zielgebiet gebracht und danach durch ein computergesteuertes Gerät mit der Strahlenquelle "nachgeladen". Der entsprechende englische Ausdruck ist "after loading".

Durch moderne Planungssysteme hat sich das Indikationsgebiet der Brachytherapie erweitert. Neben der "klassischen" gynäkologischen Verwendung (Bestrahlung des Scheidenstumpfes oder der Gebärmutter) haben sich neue Indikationen etabliert. Dazu gehören die intrakavitäre Bestrahlung bei Lungenkrebs oder Speiseröhrenkrebs. In Entwicklung ist in enger Kooperation mit der urologischen Abteilung des Knappschaftskrankenhauses die perineale interstizielle Behandlung bei Prostatakarzinomen.

Weitere detaillierte Informationen finden Sie auf unserer Seite

Weitere detaillierte Informationen finden Sie auf unserer Seite:

http://www.strahlentherapie-dinslaken.de

und auf der Seite:

www.gesundheits-lexikon.com

Orthovolttherapie

Bei Orthovolt-Tiefengeräten liegt das Dosismaximum an der Hautoberfläche, deswegen sind sie für die Anwendung höherer Dosen im Körperinneren nicht geeignet. Diese Geräte kann man aber sehr gut bei der Bestrahlung gutartiger Gelenkerkrankungen einsetzen.

Die strahlentherapeutische Behandlung degenerativer Gelenkerkrankungen erlebt heutzutage eine Renaissance. Indikationen für diese Behandlung sind schmerzhafte Gelenkerkrankungen wie Schulterklemme, Fersensporn, Tennisellenbogen oder Kniegelenkarthrose.

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Perkutane Hochvolttherapie Teletherapie

(Linearbeschleuniger)

Bei dieser Therapieform erfolgt die Bestrahlung aus der Entfernung, von Außen. Daher die Namen "Perkutan" = durch die Haut, oder "Teletherapie" = Therapie aus der Entfernung. Tumorpatienten mit tief im Körperinneren liegenden Tumoren werden in der Regel am Linearbeschleuniger bestrahlt.

Mit der Entwicklung moderner Planungsrechner und präziser Bestrahlungsgeräte ist es heutzutage möglich, ausgewählte Körperbereiche sehr genau und mit hoher Dosis zu bestrahlen. Mit solchen Behandlungen kann man Dosen erreichen, bei denen die Erfolgsquote der Strahlentherapie mit der einer Operation vergleichbar ist. Das beste Beispiel dafür ist das Prostatakarzinom.

Die Behandlung bösartiger Tumoren ist nur noch selten Aufgabe einer einzelnen Fachrichtung. Interdisziplinarität, d.h. enge Zusammenarbeit zwischen Spezialisten, ist in der Regel erforderlich, wenn man Heilung oder eine lang anhaltende Rückbildung des Tumors erreichen will. Die Wirksamkeit einer konventionell geführten Strahlentherapie kann mit verschiedenen Methoden erhöht werden. Zytostatische Medikamente finden häufig Verwendung im Rahmen einer Kombinationstherapie, der sogenannten "Radiochemotherapie".

Diese Methoden verwenden wir in unserer Praxis in Kooperation mit klinischen Onkologen zum Beispiel bei Tumoren des Enddarmes, bei Gebärmutterkarzinomen und Speiseröhrengeschwülsten. Im Rahmen klinischer Studien erfolgt die Kombinationstherapie bei fortgeschrittenen Tumoren der Speiseröhre und der Lunge.

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Permanente J-125 Implantation

(bei Prostatakarzinom)

Das Prostatakarzinom ist die häufigste Krebserkrankung des Mannes. In frühen Stadien stehen mehrere, gleichwertige Therapiemöglichkeiten zur Verfügung. Wenn die Krankheit die Organgrenze noch nicht überschritten hat, kann durch eine vollständige Operation oder eine adäquate Strahlentherapie eine Heilung erreicht werden. Bei korrekter Inidkationsstellung und präziser Durchführung bietet die moderne Strahlentherapie gleichwertige Heilungsquoten wie eine radikale Operation.

Bei einer bestimmten Gruppe von Patienten ist die Strahlentherapie mit einer einmaligen Einpflanzung von winzigen strahlenden Körnern, sog. "Seeds" eine echte Alternative zur Operation. Dabei werden ultraschallgestützt und sehr präzise so viele 2 mm große Seeds in die Prostata eingeführt, daß die gesamte Drüse gleichmäßig mit einer den Tumor vernichtenden Dosis behandelt wird. Die Dosisreichweite der einzelnden Seeds ist sehr gering, und somit können die in der Umgebung liegenden Organe optimal geschont werden. Die Seeds bleiben ein Leben lang in der Prostata, verlieren aber mit der Zeit ihre Aktivität.

Die Behandlung erfolgt nur einmal, nach der Implantation können die Patienten am nächsten Tag die Klinik verlassen und in der Regel zu ihren gewohnten Tagesaktivitäten zurückkehren. Im Gegensatz zur Operation ist der komplette Verlust der Erektionsfähigkeit sehr selten.

Weitere detaillierte Informationen finden Sie auf unserer Seite:

http://www.strahlentherapie-dinslaken.de

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Für Fragen stehen wir Ihnen gerne persönlich, per Telefon oder auch per E-Mail zur Verfügung.